Audi enthüllt den neuen A8

Marktstart im November

| Autor: sp-x/cs

Im Spätherbst 2017 steht der neue Audi A8 bei den Händlern.
Im Spätherbst 2017 steht der neue Audi A8 bei den Händlern. (Bild: Audi)

Falls Angela Merkel im September erneut zur Bundeskanzlerin gewählt wird, dürfte man sich in der Marketing-Abteilung von Audi die Hände reiben. Die CDU-Chefin lässt sich seit Jahren im A8 chauffieren und wird dies wohl aller Voraussicht nach auch während ihrer kommenden Regierungstätigkeit tun – dann jedoch in der neuesten Generation. Für medienwirksame Auftritte in den täglichen TV-Nachrichten ist also gesorgt.

Ob dies jedoch reicht, Audis Flaggschiff endlich an der Konkurrenz von Mercedes und BMW vorbei zu manövrieren, bezweifeln Experten weiterhin. Seit seinem Debüt 1994 fährt der A8 hier deutlich hinterher. Weltweit verkaufte Audi im vorigen Jahr 24.400 Einheiten seines Topmodells. Die Stuttgarter kamen auf 84.300 S-Klassen, die Münchener Kollegen auf 61.500 Modelle der 7er-Baureihe. In Deutschland musste sich der A8 im ersten Halbjahr sogar vom Porsche Panamera überholen lassen. Zu berücksichtigen ist dabei jedoch: Der Audi fährt am Ende, der Porsche am Beginn seines Lebenszyklus.

Die intern D5 genannte vierte Generation des A8 ist das erste Modell, das vollständig die Linien von Marc Lichte trägt. Audis Designchef hatte sich bei Volkswagen bereits einen Namen mit dem Golf 5 sowie dem jetzigen Passat gemacht und wurde im Frühjahr 2014 nach Ingolstadt berufen. Wie sich Lichte die Toplimousine von Audi vorstellt, ließ er die Öffentlichkeit bereits kurz nach Dienstantritt in Form der Studie Prologue wissen.

Jeder wusste, wohin die Reise geht: sportlichere Proportionen, starke Schultern und keine zu enge Ähnlichkeit zum Vorgänger – wie leider beim Audi A4 geschehen. „Man kann sofort und eindeutig erkennen, dass hier der neue A8 um die Ecke biegt, selbst wenn er noch einen Block entfernt ist“, sagt Lichte. Schließlich galt es, dem Aushängeschild der Marke Status und Präsenz mit auf den Weg zu geben. Das ist wichtig für die größten Absatzmärkte China und USA.

Mit 5,17 Metern wuchs der neue A8 um vier Zentimeter gegenüber dem Vorgänger. Der Radstand blieb mit drei Metern gleich. Die Langversion ist erneut 13 Zentimeter länger, erreicht jetzt stolze 5,30 Meter. Bei der Karosserie beließ Audi es bei der Aluminiumbauweise. Höhere Crash-Anforderungen und die etwas größere Karosserie haben die Rohbaustruktur allerdings rund 50 Kilogramm schwerer werden lassen.

Neues Futter für Design-Kritiker?

Ob Lichte den eigenen Anspruch erfüllt hat, sich optisch deutlich vom Vorgänger abzusetzen, kann man aber zumindest anzweifeln. Der Grill fällt mal wieder breiter aus als bisher, durch das Heck zieht sich ein OLED-Band. Ansonsten stechen aber kaum neue Elemente wirklich hervor, den zahlreichen Kritikern des Audi-Designs, die den Ingolstädtern seit Jahren eine gewisse Einfallslosigkeit vorwerfen, dürfte auch das neue Topmodell nicht den Wind aus den Segeln nehmen.

Wirkliche Veränderungen zeigt der A8 dagegen im Innenraum. Im Cockpit dominieren Flachbildschirme und digitale Animationen. Mechanische Knöpfe und Schalter wurden weitestgehend verbannt. So gut wie sämtliche Bedienungen laufen über Touch-Funktionen auf den Bildschirmen. Die Smartphone- und Laptop-Generation dürfte dies freuen, ob ältere A8-Kunden damit klarkommen, bleibt abzuwarten.

Über Materialqualität, Oberflächen, Haptik und Verarbeitung muss kein Wort mehr verloren werden. In diesen Disziplinen fährt Audi auf höchstem Niveau und genügt selbst luxuriösesten Ansprüchen. Das Raumgefühl im A8 ist exzellent, auch im Fond sitzt es sich sehr bequem. Die Liste der Extras führt diverse Annehmlichkeiten wie Massage (sogar für die Füße), Klimatisierung und Schlafstellung. Hinter den Fahrgästen bleibt Platz für 505 Liter Gepäck, ein paar Liter weniger als zuvor, doch bei besserer Beladbarkeit.

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