Job in der Tasche

Fachhochschule der Wirtschaft Köln/Bergisch Gladbach

19.01.2007 | Redakteur: Julia Mauritz

Enge Kontakte zu Autoindustrie und Kfz-Gewerbe vermittelt ein Studium an der FHDW.

Die meisten der jährlich rund 200 jungen Menschen, die ihr Studium an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach absolvieren, haben bereits vor der Abschlussprüfung einen Job in der Tasche. Den Absolventen des Studiengangs Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt „Automobilwirtschaft“ etwa eröffnen sich beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt der Automobilindustrie, zum Beispiel bei einem Automobilhersteller bzw. -importeur oder den Unternehmen des Automobilzuliefermarktes.

Zu verdanken haben die Studenten ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt unter anderem dem speziellen dualen Studienansatz der 1993 gegründeten privaten Hochschule, die Praxis- mit Hochschulphasen kombiniert.

Durch die staatliche Anerkennung der FHDW schließen die Absolventen das Studium mit einem europaweit anerkannten Abschluss ab. Neben dem Diplom- wird ab 2007 auch der Bachelorabschluss angeboten. Ein Masterangebot ist in Vorbereitung. Zusätzlich ist auch der MBA-Abschluss an einer der amerikanischen und südafrikanischen Partner-Universitäten möglich. Managementerfahrene Professoren und Dozenten fördern das unternehmerische Denken und Handeln der FHDW-Studenten sowie die Kreativität, Kritikfähigkeit und Zielorientierung. Ziel des Studiums ist die Ausbildung zum „Problemlöser“ in der Automobilwirtschaft.

Praxisorientierung und kurze Studiendauer

Für das dreijährige duale Studium der Betriebswirtschaft mit dem Studienschwerpunkt „Automobilwirtschaft“ erhebt die FHDW eine monatliche Studiengebühr in Höhe von 650 Euro. Dafür profitieren die Studenten von einer kurzen Studiendauer und kleinen Gruppen. Einen Teil der Studienkosten fangen die Vergütungen ab, die die kooperierenden Unternehmen zahlen.

Während der alternierenden sechs Hochschul- und sechs Praxisquartale, also insgesamt drei Jahre lang, können Studierende und Unternehmen ihre Zusammenarbeit erproben und abstimmen. Die Firmen können somit qualifizierten Nachwuchs heranbilden, die Studierenden hingegen kommen so bereits sehr frühzeitig in engen Kontakt zu einem potenziellen Arbeitgeber.

Parallel zum Studium ist innerhalb eines Ausbildungsverhältnisses der Abschluss der dualen Berufsausbildung zum/zur Automobilkaufmann/-frau mit IHK-Abschluss möglich. Der ausbildungsbegleitende Unterricht zur Vorbereitung auf die IHK-Prüfung wird mit dem Steinmüller-Förderzentrum durchgeführt.

Neben Fachwissen zählt die soziale Kompetenz

Das Fachwissen wird an der FHDW interaktiv vermittelt. Die Dozenten trainieren gezielt das methodische Vorgehen bei der Lösung komplexer Probleme. Da Fachwissen allein aber bekannterweise für die Position als Führungskraft nicht ausreicht, wird während des Studiums auch viel Wert auf die Entwicklung sozialer Kompetenz gelegt. Das geschieht vor allem über Teamarbeit. Auch das „Fach“ Menschenführung hat einen hohen Stellenwert. Die Teilnehmerzahl sämtlicher Kurse wird bewusst klein gehalten und liegt bei maximal 38 Studierenden.

In das Studium integrierte Lehrveranstaltungsblöcke im Ausland stärken überdies die interkulturelle wie auch die Sprachkompetenz. Die Absolventen verlassen die FHDW mit unmittelbar nutzbaren Berufsqualifikationen für den Einsatz in Automobilunternehmen oder bei Zulieferern der Automobilindustrie.

Im Studienschwerpunkt „Automobilwirtschaft“ werden im Rahmen von rund 350 Lehrveranstaltungsstunden folgende Fächer gelehrt:

  • Europäische Automobilwirtschaft: Im Blickpunkt stehen die Entwicklungen und Besonderheiten der Automobilindustrien sowie die Gruppenfreistellungsverordnung (GVO).
  • Management der Automobilunternehmen: Im Mittelpunkt stehen Grundlagen und Instrumente des Automobilmarketings.
  • Automobilhandel: In diesem Fach werden spezielle Kenntnisse des Automobilhandels und des Werkstatt- und Servicebereichs vermittelt.
  • Aftersales-Marketing: Vermittlung von theoretischen und praktischen Kenntnissen über die Zusammenhänge des Teile- und Zubehörmarktes sowie der Automobilunternehmen.

Durch die enge Kooperation mit Unternehmen und die Kombination von wissenschaftlicher Lehre und betrieblicher Praxis ist die FHDW eine Alternative zu öffentlich-rechtlichen Institutionen. Im gemeinsam vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und der Zeitschrift „Die Zeit“ periodisch durchgeführten Hochschulranking belegte sie im Studiengang Betriebswirtschaft von 2002 bis 2007 den vordersten Platz.

Unterstützt wird die Nähe zur Automobilindustrie durch das Center of Automotive, ein Institut der FHDW mit Sitz in Bergisch Gladbach, das 2004 gegründet wurde und sich als Partner von Herstellern und Importeuren, Zulieferern und Händlern versteht und eine praxisnahe Forschung und Beratung sowie zielgerichtetes Training anbietet.

Die Fakten in Kürze


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