05.02.2010 | Redakteur: Johannes Büttner
Im Rahmen der sechsten Jobbörse an der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kfz-Gewerbe (BFC) in Calw präsentierten sich Unternehmen aus der Kfz-Branche und zeigten den angehenden Kfz-Betriebswirten Karrieremöglichkeiten auf. Die Personalverantwortlichen und die potenziellen zukünftigen Führungskräfte nutzten die Gelegenheit zu ersten Kontaktgesprächen.
Die Unternehmensvertreter stellten den Studierenden ihre Betriebe vor und standen zu vakanten Positionen Rede und Antwort. Einige BFCler werden in den nächsten Wochen in den Unternehmen persönliche Bewerbungsgespräche führen.
Schulleiter Roland Plattner freute sich besonders, dass in diesem Jahr neben den klassischen Kfz-betrieben und Autohäusern auch immer mehr Unternehmen aus dem Branchenumfeld „Automotive“ die Chance nutzten, qualifizierten Führungsnachwuchs aus den Reihen der BFC-Absolventen zu rekrutieren: „Wir können zunehmend Unternehmen gewinnen, die unseren Absolventen attraktive Karrieremöglichkeiten auch außerhalb des Autohauses anbieten. Damit verschaffen wir unseren Studierenden ein zweites Karrierestandbein.“
Einen wichtigen Punkt in den Anforderungsprofilen der zukünftigen Arbeitgeber stellt der Bereich „Sozialkompetenzen“ dar. In Zeiten schnelllebiger Märkte und hoher Kundenanforderungen legen die meisten Unternehmen bei ihren Mitarbeitern großen Wert auf Lernbereitschaft, Kundenorientierung und Zielstrebigkeit.
„An der BFC haben wir uns auf diese Entwicklung eingestellt und bieten unseren Studierenden neben den kaufmännischen Unterrichtsfächern eine Reihe von Workshops und Seminaren an, in denen nicht harte Fakten vermittelt, sondern Soft Skills trainiert werden“, erläutert der Schulleiter.
Ein besonderes Highlight war die Präsentation der Bertrandt AG, die sich zum ersten Mal an der Jobbörse beteiligte. Bertrandt arbeitet seit über 30 Jahren als Ingenieurdienstleister für die internationale Automobil- und Luftfahrtindustrie und beschäftigt rund 5.500 Mitarbeiter. Fachbereichsleiter Rainer Schuler vermittelte den Studierenden einen guten Eindruck, wie die Zusammenarbeit mit den Fahrzeugherstellern abläuft.
Neben der Fahrzeugentwicklung ist Bertrandt auch in den Bereichen Aftersales und Marketingunterstützung aktiv. Um unterschiedliche Fahrerassistenzsysteme darstellen zu können, hat das Unternehmen einen Fahrzeugdemonstrator entwickelt. Mit seiner Hilfe können Unternehmen technische Ausstattungsmerkmale wie z. B. intelligentes Fahrzeuglicht für den Endkunden erlebbar machen.
Davon, wie realistisch der intern nur „Berti“ genannte Demonstrator verschiedene Fahrsituationen simuliert, konnte sich Plattner bei einer Probefahrt selbst überzeugen. „Ich bin schweißgebadet und froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben“, lautete der erste Kommentar des BFC-Schulleiters, als sich die Türen des Testwagens wieder öffneten.
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