Die großen Autohändler Deutschlands
Ausgabe 2009: Porträts, Strategien und handelnden Köpfe
Die Zahl der selbstständigen Autohändler in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren um rund 4000 Betriebe zurückgegangen. Für die Endkunden verläuft dieser Prozess mehr im Verborgenen, denn von den Betriebs- und Verkaufsstellen hat nur ein Bruchteil wirklich für immer geschlossen. Vielmehr haben sich kleinere Betriebe zusammengeschlossen, sind in einem größeren Konkurrenten aufgegangen oder haben sich einem Verbund angeschlossen.
Getrieben wird die Entwicklung von vielen Faktoren. Rückläufige Verkäufe erhöhen den Konkurrenzdruck zwischen den Marken, aber auch den Intrabrand-Wettbewerb. Dazu kommt der steigende Anteil der Direktverkäufe des Herstellers am Neufahrzeugabsatz. In der Summe ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im klassischen Handel von 3,03 Millionen Einheiten im Jahr 2000 auf nur noch 2,08 Millionen Einheiten im Jahr 2008 gesunken.
Größe allein schützt vor Insolvenzen nicht
Größe allein ist allerdings nicht das Ticket in eine unbeschwerte Zukunft des Automobilhandels. Kroymans ging ebenso pleite wie die MAG-Metz-Gruppe. Und die Kittner-Gruppe konnte nur dank staatlicher Hilfe ihr Überleben sichern. Andererseits gibt es weiterhin genug mittelständische Händler, die ihren regionalen Markt gut kennen, ihre Kunden zufriedenstellen und Margen erwirtschaften, die langfristig die Existenz sichern.
Die Ansätze der Unternehmen sind so unterschiedlich wie die Automobilmarken. »kfz-betrieb« hat 44 große Autohändler besucht, ihre Strategien herausgearbeitet, die handelnden Personen vorgestellt. Entstanden ist ein Kompendium, das die Vielfalt des deutschen Kfz-Handels widerspiegelt. Die Unternehmen werden nun hier nach und nach vorgestellt.
Porträts der großen Händler/Autohausgruppen:
Geschäftsführer Paul Schäfer entschloss sich bereits 2007, bei Auto Staiger mit Sitz in Stuttgart drei weitere Filialen zu schließen und auf ein Niederlassungsnetz von insgesamt 17 Betrieben zu reduzieren. lesen
Das Unternehmen Auto Tag/Car Union mit Sitz in Leipzig und Hannover geht mit gezieltem Marketing und guter Produktpalette durch das Jahr 2010. Schon 2007 richtete das Renault/Dacia-Autohaus seine Strukturen neu aus. lesen
Die Augsburger AVAG Holding AG geht nach den Turbulenzen um die Opel-Mutter General Motors (GM) auf Nummer sicher. Mit der Aufnahme von Ford ins Portfolio setzt der Opel-Händler seine Strategie der „Risikodiversifizierung“ fort. lesen
Das Autohaus Bald mit Hauptsitz in Siegen geht optimistisch ins Jahr 2010. Mit einem eigenen Lkw-Fahrertraining möchte das Mercedes-Benz-Autohaus weitere Kunden an sich binden. lesen
Die Bleker-Gruppe aus dem Münsterland ist Deutschlands größter Citroën-Händler. Das Mehrmarkenautohaus mit Standorte in Ahaus, Borken, Bocholt, Dülmen und Münster stellt bei allen Aktionen und Prozessen den Kunden in den Fokus. lesen
Die Wilhelm Burg Gruppe mit insgesamt 24 Standorten in Niedersachsen, NRW und Sachsen-Anhalt. Ein neues Konzept gibt den Führungskräften mehr Eigenverantwortung. lesen
Die Frankfurter Bahn-Tochter DB Rent vermarktet jährlich nicht nur rund 20.000 gebrauchte Dienstwagen und Funktionsfahrzeuge, sondern auch Neuwagen der Marken Opel und Ford. lesen
Das Familienunternehmen Louis Dresen mit Hauptsitz in Neuss lässt sich vom Wachstumskurs durch die automobile Krise leiten. Den Löwenanteil des Erfolgs liefert die Rüsselsheimer Marke Opel. lesen
„Die Mitarbeiter sollen zu unserem Betrieb stehen, ihr Arbeitsplatz soll nicht einfach nur ein Job sein wie jeder andere“, sagt der Geschäftsführer von Ebbinghaus Automobile in Dortmund, Paul G. Ebbinghaus. lesen
Die Feser-Graf-Gruppe aus der Metropolregion Nürnberg/Fürth entstand aus einer Fusion mit Schwerpunkt Volkswagen. Inzwischen dreht der Händler 30.000 Neu- und Gebrauchtwagen im Jahr. lesen
Der Freiburger Autohändler Gehlert wuchs mit Volkswagen und Audi. Bei der Zwei-Marken-Strategie ist es bisher geblieben. lesen
Glinicke steht für Volkswagen und Audi nicht nur in Kassel. Aber nicht nur. Seit den Wendezeiten hat sich die Gruppe dem Mehrmarkenhandel verschrieben. lesen
Nichts ist so beständig wie der Wandel. Getreu diesem Motto hat das Traditionsunternehmen Häusler Automobil in München seit Juli 2009 als 15. Niederlassung seine „Internet-Filiale“ ans Netz genommen. lesen
Die Mazda-, Ford- und Suzuki-Autohausgruppe mit Hauptsitz in Düsseldorf will in den kommenden zwei Jahren das Wachstum beschleunigen. Möglich macht das der finanzkräftige japanische Mutterkonzern. lesen
Bei der Kaltenbach-Gruppe (BMW und Mini) sorgen motivierte und gut geschulte Mitarbeiter für sehr gute Kundenzufriedenheit und Betriebserfolg. lesen
Aus kleinen Anfängen hat sich die Kath-Gruppe in Rendburg zu einer bedeutenden Volkswagen-Autohausgruppe entwickelt. lesen
Die Hamburger Mehrmarkenautohausgruppe Krüll ist mit der Marke Ford groß geworden. Die beiden Geschäftsführer legen großen Wert darauf, dass die einzelnen Betriebe eigenständig agieren. lesen
Das Erfolgsrezept von May & Olde (BMW und Mini) mit seinem Hauptsitz in Itzehoe lautet: Wachstum mit familiärer Bodenhaftung und motivierten Mitarbeitern. lesen
80 Prozent aller Toyota-Neuzulassungen in der deutschen Hauptstadt gehen auf das Konto der Motor Company. Bekannt ist die Autohausgruppe vor allem für ihre Veranstaltungen. lesen
Den Vertrieb der Marke Nissan übernehmen in Deutschland überwiegend Familienbetrieben, weniger die Autohausgruppen. MKM Huber aus Wasserburg hat die Vorteile beider Vertriebskanäle im Autohimmel Bayern gebündelt. lesen
Mit Standorten in Frankfurt, Eschborn, Offenbach und Wächtersbach sowie zehn angeschlossenen Partnerbetrieben ist Nix der größte Toyota-Händler in Hessen. lesen
Der Vilsbiburger Volkswagenhändler Ostermaier setzt auf kontinuierliches Wachstum. Allerdings nicht um jeden Preis. lesen
Die Peter-Gruppe bleibt sich dem Motto „Stark in, für und mit der Region“ treu – seit 1990 wächst das Unternehmen stetig. Jetzt arbeitet das Unternehmen an einem eigenen Finanzierungsprogramm für seine Kunden. lesen
Die Mehrmarken-Autohausgruppe mit Hauptsitz in Halle ans der Saale hat schon vor dem Inkrafttreten der GVO 1400/2002 den Mehrmarkenpfad eingeschlagen. lesen
Von Diusburg aus sucht die Ruhrdeichgruppe nach Marktnischen, neuen Geschäftsfeldern und freien Märkten. Mit Nissan ist Geschäftsführer Peter Gerards damit zuletzt gut gefahren. lesen
Die S & G-Unternehmensgruppe investiert in ihre Standorte. Unlängst flossen zwei Millionen Euro in den Neu- und Umbau in die Filiale in Ettlingen. Damit möchte S&G die Nähe zu den Kunden auf eine neue Basis stellen. lesen
Die Düsseldorfer Unternehmensgruppe Gottfried Schultz vertritt den Volkswagen-Konzern an Rhein und Ruhr. lesen
Der Hauptsitz der Autohaus-Gruppe Senger liegt in Rheine. Dort hat das Unternehmen seine Verwaltung zentralisiert und optimiert permanent die Prozesse für ihre 22 Standorte. Die Kernmarke dabei ist Mercedes-Benz. lesen
Die Wahl-Group aus Siegen hat seit 1998 acht neue Standorte in die Unternehmensstruktur eingebunden. Neben BWM vertreibt die Autohaus-Gruppe die Marken Mini, Renault, Dacia und Ford. lesen
Die Walkenhorst-Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Melle expandierte innerhalb kürzester Zeit vom BMW-Vertragshändler zur Mehrmarken-Gruppe. lesen
Die Toyota/Lexus-, BMW/Mini- und VW/Audi/Skoda-Autohausgruppe hat 2009 so viel Umsatz erwirtschaftet wie noch nie zuvor. Doch Firmenchef Burkhard Weller musste auch bittere Pillen schlucken. lesen
Das Autohaus Widmann trennte sich 2009 von seinem Chrylser-Händlervertrag, möchte damit die firmeninternen Prozesse verschlanken und die Qualität steigern. lesen
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