Automechanika legt Schwerpunkt auf E-Mobile

Fast alle Fahrzeugklassen sind vertreten

| Autor: Edgar Schmidt

(Bild: VBM-Archiv)

Mobilitätskonzepte für die Zukunft sind eines der Kernthemen der diesjährigen Automechanika. Die Aussteller sind alle in Halle 10 zu finden und sie haben viele Autos mitgebracht. Gleich auf 4.000 Quadratmetern präsentiert hier zum Beispiel der Elektroautopionier Sirri Karabag zusammen mit seinem Partner, dem mecklenburgischen Energieversorger Wemag, einen elektrisch angetriebenen Trabant und einen neuen Ducato E-Transporter. Auch das Reevolt-Transformationskit, mit dem Werkstätten konventionell angetriebene Fahrzeuge zu E-Autos umbauen können, zeigen die beiden Unternehmen.

Der Bausatz aus E-Antrieb, Steuereinheit, Akku und Standheizung eignet sich laut Karabag für Pkw, Transporter und Oldtimer. Das demonstriert das Unternehmen mit einem E-Käfer und dem E-Trabant sowie mit dem 2014er-Modell Karabag New500e auf Basis eines Fiat 500.

Wer selbst das Steuer eines Elektroautos übernehmen will, kann gleich zwischen zwei E-Mobil-Parcours wählen. Auf einem großen Außenparcours stellt Karabag zum Beispiel die elektrischen Fahrzeuge Ducato, Fiorino, Ford Ka und Fiat 500 für Probefahrten bereit. Auf dem Parcours in Halle 10 bietet er die Youngtimer E-Käfer und den E-Trabi zum Fahren an.

Wie Karabag präsentiert auch die Classic eCars Broedersdorff & Koenzen GmbH, welche Vorteile es hat, Old- und Youngtimer zu elektrifizieren. Das Unternehmen zeigt einen Messerschmitt-Kabinenroller und einen T1-VW-Bus mit E-Antrieb in Halle 10. Darüber hinaus ist noch ein Speedster der Firma Turn-E in der Halle zu bewundern.

Transporter, Stadtwagen und E-Bikes

Doch es gibt noch wesentlich mehr E-Fahrzeuge in Halle 10 zu sehen. So stellt Tesla beispielsweise ein Modell S aus, und vom Schweizer Fahrzeugentwickler Rinspeed kommt der Micromax nach Frankfurt. Diese Fahrzeugstudie soll die Vorteile von Taxen, Carsharing- und Fahrgemeinschaftskonzepten sowie des öffentlichen Nahverkehrs verbinden. Den französischen Courb C-Zen stellt das Unternehmen German Energy Service and Project Partner (Gespa) aus und zeigt, dass sich Elektroantriebe auch hervorragend für Spaßfahrzeuge eignen. Und immer wieder kommen Konzepte für kleine Stadtwagen auf die Straße, so wie der IMA Colibri, ein alltagstauglicher Einsitzer, der von E-Cocar auf der Messe gezeigt wird.

Als erfolgreiches Beispiel für ein Mittelstandsnetzwerk kommt der Streetscooter als Pkw- und Transporter-Version in Halle 10. Dass die RWTH Aachen darüber hinaus zahlreiche weitere Forschungsprojekte hinsichtlich der Komponenten für E-Fahrzeuge vorzuweisen hat, zeigt sie mit dem Projekt Kerme. Dahinter verbirgt sich ein Baukasten, um mit möglichst vielen identischen Teilen E-Motoren unterschiedlicher Leistung fertigen zu können. Die AVA-Kühler-Haugg-Gruppe aus Aachen hat beispielsweise für dieses Projekt einen Kühlkreislauf inklusive der benötigten Wärmetauscher konzipiert. Als weitere Neuheit wird die Aachener Gruppe den Prototypen eines neuartigen Wärmespeichers vorstellen.

Neues Konzept auf zwei Rädern

Auch Zweiräder mit E-Antrieb bietet die Halle. Ein ganz besonderes und polarisierendes Exponat ist hier sicherlich das Elektromotorrad J1 des österreichischen Herstellers Johammer. Der Cruiser mit dem eigenwilligen Design glänzt laut Herstellerangaben mit einer Reichweite von 200 Kilometern. Und das Konstruktionskonzept ist mit Sicherheit einzigartig in der Fahrzeugwelt.

Ebenfalls ein auffälliges Design hat das Feddz E-Bike. Doch es sieht nicht nur auffällig aus, sondern ist dabei auch noch äußerst praktisch. Die Halle 10 zeigt damit, dass sich die E-Mobilität für viele Fahrzeugklassen eignet und mit Sicherheit noch eine lange Zukunft vor sich hat.

Noch mehr Autos mit alternativem Antrieb kann man auf der Automechanika am 19. September bewundern, denn dann startet auf dem Messegelände die Bertha Benz Challenge 2014. Die Demonstrationsfahrt von Fahrzeugen mit zukunftsweisenden Antrieben geht dann auf die Strecke von Mannheim nach Pforzheim, die auch Bertha Benz damals mit dem Motorwagen ihres Mannes zurücklegte.

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