Alternative Antriebe auf der Automechanika

Alltagstauglich und zukunftsorientiert

| Autor: Edgar Schmidt

Viele der auf der Automechanika gezeigten E-Mobile machten einen ausgereiften Eindruck.
Viele der auf der Automechanika gezeigten E-Mobile machten einen ausgereiften Eindruck. (Foto: Schmidt)

Wenn die Halle 10 der Automechanika 2014 wirklich die Mobilität der Zukunft gezeigt hat, wird es künftig ganz schön elektrisch. Denn die ausgestellten Fahrzeuge und Konzepte betrafen fast ausnahmslos die Elektromobilität. Einzig der holländische Gasanlagenhersteller Prins zeigte auch neue Gasantriebe und stellte gemeinsam mit dem finnischen Ölkonzern Neste Oil vor, wie man Autogas zukunftsfähig machen kann.

Die Finnen starten nämlich noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Biopropan-Anlage. Der weltweite Anbieter von Dieselkraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt das Biopropan als Nebenprodukt bei der Biodieselherstellung. Die neue Anlage soll das Gas dann so reinigen und aufbereiten, dass es problemlos in Autogasfahrzeugen genutzt werden kann. Die Produktion soll im Herbst 2016 starten und im ersten Schritt 20.000 bis 40.000 Tonnen pro Jahr umfassen. Mit dieser Menge könnte man nach Angaben des Deutschen Verbandes Flüssiggas (DVFG) 10 Prozent des in Deutschland pro Jahr verbrauchten Autogases ersetzen.

Die Aussteller von Elektrofahrzeugen zeigten auf der Automechanika, dass es insbesondere für Handwerker und für den innerstädtischen Transport bereits eine ganze Reihe von alltagstauglichen Fahrzeugen gibt. So zeigte beispielsweise Gespa (German Energy Service and Project Partner) den Kleintransporter Brandt Citélec, der mit einer Akkufüllung bis zu 336 Kilometer weit kommen soll. Ein ähnliches Fahrzeug zeigte auch der französische Hersteller Helem mit seinem Colibus. Doch auch elektrisch angetriebene Großserientransporter waren in Frankfurt vertreten, zum Beispiel der Citroën Berlingo Electrique und der Renault Kangoo Z.E.

Bei den elektrischen Pkw gab es eine durchaus bunte Mischung aus Serienfahrzeugen, Stadtflitzern und Konzeptautos zu sehen – und auch die Oldtimerfraktion war vertreten. Ein ganz besonderes Highlight der Halle war die in einen Renault Twizzy integrierte mobile Espressostation von Valentinas, denn hier konnte man einen Moment aus dem hektischen Messealltag entfliehen und einen wirklich guten Kaffee genießen.

Geht es um den Elektroantrieb, dürfen natürlich auch die Zweiräder nicht fehlen. Hier zeigten Zero, Emo-Bike, Johammer und Egret, wie vielfältig das Angebot für diese Fahrzeugklasse sein kann.

Elektrisch umrüsten

Ebenso gab es Infos für Werkstätten, die sich für die Umrüstung von herkömmlichen Autos zu Elektromobilen interessieren. Reevolt zeigte beispielsweise sehr anschaulich, welcher Aufwand mit einer solchen Umrüstung verbunden ist.

Werbung der besonderen Art machte die Bertha-Benz-Challenge auf der Automechanika. Die Demonstrationsfahrt für Fahrzeuge mit zukunftsfähigen Antrieben startete am vorletzten Messetag direkt auf dem Messegelände. So konnten die Besucher die 35 teilnehmenden Fahrzeuge vorher ausgiebig begutachten und mit den Eigentümern fachsimpeln. Auch hier waren viele alltagstaugliche Mobile am Start.

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