08.05.2009 | Redakteur: Norbert Rubbel
Die Autohaus-Gruppe Reisacher nutzt für ihre Neubauten regenerative Energieträger und alternative Heiz- und Klimatechnologien. „Wer so energieeffizient und umweltschonend heizt, ist Vorbild für andere Unternehmen“, betonte Melanie Huml, bayerische Staatssekräterien im Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.
„Mit der Wärmepumpentechnik haben wir in unserem Autohaus in Landsberg gute Erfahrungen gemacht“, berichtete Firmenchef Peter Reisacher anlässlich der Veranstaltung „Umweltfreundliches Heizen und Kühlen mit Wärmepumpen“ der Lechwerke AG. Gegenüber einer Ölheizung sparen sein Unternehmen jährlich rund 65 Prozent an Heizkosten.
Wärmepumpen nutzen die im Erdreich, im Grundwasser und in der Luft gespeicherte Sonnenwärme. Selbst in der Nacht und an kalten Wintertagen ist in der Umwelt ausreichend Energie gespeichert. Ein Verdichter in der Wärmepumpe benötigt zum Antrieb Strom und setzt damit das Kältemittel unter Druck. So erzielt die Wärmepumpe aus wenigen Grad Sonnenwärme hohe Temeraturen und gibt diese an das Heizungs- und Brauchwasser ab.
Vorteile: In der Pumpe selbst werden keine Rohstoffe verbrannt. Das Innenleben wird nicht durch mehrere einhundert Grad heiße Temperaturen oder durch Ascheablagerungen in Mitleidenschaft gezogen. Das spricht für die hohe Langlebigkeit einer Wärmepumpe und macht sie praktisch wartungsfrei.
„Mit der Wärmenpumpentechnologie können sowohl die unbegrenzt vorhandene Erd- und Umgebungswärme wie auch Prozesswärme wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll genutzt werden“, unterstrich Karl Ochsner, Vorsitzender der Europäischen Wärmepumpenvereinigung (EHPA). Er plädierte für eine höhere Anwendung dieser Technologie und möchte den Marktanteil der Wärmepumpe innerhalb der erneuerbaren und nicht erneuerbaren Heiztechniken steigern.
Herzstück der Anlagentechnik im Autohaus Reisacher in Landsberg ist ein Brunnensystem zur energetischen Nutzung von Grundwasser. Eine Wasser/Wassser-Wärmepumpe entzieht dem Grundwasser die Wärme für die Gebäudeheizung. Ein Wärmetauscher sorgt für eine angenehme Klimatisierung der Räume im Sommer. Dabei wird die anfallende Abwärme dem Grundwasser wieder zugeführt.
Die Anforderungen, die Peter Reisacher an den Anlagenbauer stellte, hat der Geschäftsführer klar definiert:
Peter Reisacher möchte auch zukünftig an der Energieeffizienz festhalten: „Der Autohaus-Neubau in Ulm könnte durch die Nutzung von umweltfreundlichen Strom aus erneuerbaren Energien, Wärmepumpen für die Heizung, Fotovoltaik und Solarthermie auf dem Dach, energiesparende Energietechnik, Energiecontrolling, Contracting, Energiepass und Umweltzertifizierung das erste grüne Autohaus werden.“
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