10.07.2009 | Redakteur: Norbert Rubbel
Im französischen La Rochelle wurde jetzt der Grundstein für das nachhaltige Toyota-Autohaus gelegt. Der neue Betrieb an der Atlantikküste ist damit das erste von verschiedenen Pilotprojekten in Frankreich, Österreich, Slowenien und Deutschland, die als architektonische Vorbilder für diese flächendeckende Toyota-Initiative dienen.
Mit umweltfreundlichen Neubauten und der Sanierung der rund 3 000 europäischen Standorte will Toyota Einsparungen beim Energie- und Wasserverbrauch sowie beim CO2-Ausstoß erzielen. „Trotz der schwierigen Marktlage haben wir unsere Umweltziele nicht aus den Augen verloren“, betont Andrea Formica, Senior Vice-President Toyota Europa. In La Rochelle entstehe nun ein Autohaus mit ökologischer Spitzentechnologie.
So dient beispielsweise das begrünte Dach nicht nur als natürliche Klimaanlage, sondern nimmt auch Regenwasser auf und bietet Tieren einen geschützten Lebensraum. Beheizt wird das Gebäude über ein klimaschonendes Erdwärmesystem. Mit Hilfe sämtlicher Umweltmaßnahmen sollen der Wasser- und der Stromverbrauch am Standort La Rochelle nach der Eröffnung 2010 rund 60 Prozent unter dem eines durchschnittlichen Händlerbetriebs liegen.
Einsparungen in gleicher Höhe plant ein Händler in Salzburg nach der Eröffnung eines neuen Standorts Ende 2010. Dank moderner Solaranlagen, Fernwärmeversorgung und innovativer Beleuchtung geht das Autohaus von einem vollkommen emissionsfreien Betrieb aus. Eine hocheffiziente Heizungs- und Klimaanlage sowie eine verbesserte Wärmedämmung sollen beim dritten Pilotprojekt im slowenischen Maribor eine Energieersparnis von rund 65 Prozent erzielen.
Für einen Neubau in Weil am Rhein sind eine Photovoltaikanlage und die Nutzung von Erdwärme vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Bei diesem deutschen Pilotprojekt soll, wie bei den anderen Piloten auch, eine Zertifizierung durch BREEAM (britisches Zertifizierungssystem) erfolgen, bei der man mindestens eine „sehr gute“, wenn nicht sogar eine „exzellente“ Bewertung erreichen will.
Mittelfristig sollen alle Neubauten nach den neuen Toyota-Umweltstandards geprüft werden. Diese richten sich nach internationalen Normen für nachhaltige Gebäudearchitektur. Sie unterteilen sich in die neun Prüffelder Energie, Abfall, Wasser, Materialien, Verschmutzung, Bodennutzung, Gesundheit und Wohlbefinden, Management sowie Transport.
Auch bei Bestandsbauten werden die Händler aktiv bei der Verbesserung ihrer ökologischen Bilanz unterstützt. Ein „Energieeffizienz-Audit“ soll ihnen zeigen, wie man die CO2-Emissionen, den Wasser- und Energieverbrauch deutlich reduzieren kann.
In Zusammenarbeit mit der Dekra möchte Toyota Deutschland bis 2012 alle Handelsbetriebe umwelttechnisch aufwerten. Bereits 18 Händler mit insgesamt 46 Standorten in Deutschland sind bereits im Kontakt mit der Dekra.
Die Umweltschutzmaßnahmen von Toyota sind aber nicht nur auf die Gebäude beschränkt. Die Autohausbesitzer sind auch dazu aufgefordert, lokale Aktivitäten wie beispielsweise Spritsparstunden oder Baumpflanzaktionen zu unterstützen oder selbst durchzuführen.
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