05.11.2009 | Redakteur: Norbert Rubbel

Nach einem von der Daimler AG klar definiertem Architektur-Konzept realisierten die Bremener Planungsgruppe Beichler + Rohr und der Siegener Generalunternehmer Hundhausen das neue Nutzfahrzeugzentrum Eschweiler. „Die erfolgreiche Umsetzung des Projektes in einem Zeitraum von zwölf Monaten gelang nur durch die professionelle Teamarbeit aller Beteiligten“, erläutert Architekt Reinhard Beichler.
Der Baukörper der Mercedes-Benz Niederlassung gliedert sich in die Funktionsbereiche Ausstellung und Verkauf, Nutzfahrzeug-Werkstatt und -Aufbereitung, Transporter-Werkstatt, Teilelager, Büro-, Sozial- und Nebenräume.
Das Zentrum des Gebäudes ist die rund sieben Meter hohe Ausstellungshalle. Hereinkommende Kunden treffen dort auf den Info-Counter, den Wartebereich, die Serviceannahme, den Teilevertrieb, den Fahrzeugverkauf und die Fahrzeugauslieferung. Große Oberlichter und Glasfassaden lassen viel Tageslicht herein. Ergebnis: Der Bedarf an Kunstlicht wird deutlich reduziert.
Westlich der Ausstellungshalle befindet sich die Transporter-Werkstatt mit acht Vor-Kopf-Arbeitplätzen. Die sich im Osten anschließende Nutzfahrzeug-Werkstatt besitzt sechs Servicebahnen für Wartungen und Reparaturen eine Bahn für Karoseriearbeiten, eine Diagnose- beziehungsweise Prüfbahn und zwei Waschplätze. Zudem ist die rund 6,50 Meter hohe Werkstatthalle mit zwei Gruben, einem 3,2 Tonnen Laufkatzenkran und drei Fünf-Stempel-Hebeanlagen ausgestattet.
„Die Transporter-Portalwaschanlage und ein Waschplatz mit Hebebühne und Dampfstrahler werden über eine biologische Wasseraufbereitungsanlage umweltfreundlich im Kreislaufsystem betrieben“, betont Reinhard Beichler. Außerdem seien alle Werkstattbereiche abwasserfrei.
Der Umweltschutz stand aber auch bei der Gebäudetechnik im Fokus der Planer:
Wirtschaftlich ist zudem die Industrieflächenheizung im gesamten Erdgeschoss: Durch die enorme Speicherkapazität der Bodenplatten wird eine ausgeglichene Strahlungswärme an allen Arbeitsplätzen und Aufenthaltsbereichen der Mitarbeiter erreicht.
Besonders stolz sind die Planer auf die Wärmeerzeugung, bei der ein Gas-Brennwertkessel mit einem Blockheizkraftwerk kombiniert wurde. „Die auf den Grundwärmebedarf ausgelegte Anlage deckt weitestgehend den Strombedarf des gesamten Gebäudes ab. Eine Netzeinspeisung erfolgt nur in geringem Umfang. Ziel der Kraft-Wärmekopplung ist es, die CO2-Emissionen um bis zu 30 Prozent zu reduzieren“, erklärt der Bremer Architekt.
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