Brennstoffzelle reduziert CO2-Ausstoß

Daimler-Niederlassung setzt auf neue Technologie

01.02.2012 | Redakteur: Norbert Rubbel

Von links: Andreas Exler (N2-Telligence), Bernd Zierold (Niederlassungsleiter) und Lars Frahm, (N2-Telligence) mit einem Modell der stationären Brennstoffzelle.

Das Mercedes-Benz-Center Wandsbeck der Niederlassung Hamburg soll künftig von einer Brennstoffzelle mit Energie versorgt werden. Diese Technologie soll nach Angaben von Daimler den CO2-Ausstoß um bis zu 300 Tonnen beziehungsweise 60 Prozent pro Jahr reduzieren. Damit soll die Niederlassung die ab 2020 geltenden Emissionsgrenzen aus dem Hamburger Klimaschutzprogramm am Standort Wandsbek um 19 Prozent unterschreiten.

Die stationäre Brennstoffzelle wird anders als bei der mobilen Antriebstechnik nicht mit Wasserstoff, sondern mit Erdgas betrieben. Durch diesen Prozess entstehen 100 Kilowatt Strom und 120 Kilowatt Wärme, mit denen die gesamte Niederlassung versorgt wird.

Das auf Brennstoffzellen für Gebäude spezialisierte Unternehmen N2-Telligence hat der frühere Airbus-Ingenieur Lars Frahm mit seinem Partner Andreas Exler gegründet. „Wir sind stolz darauf, mit der Mercedes-Benz-Niederlassung Hamburg den ersten großen Kunden gefunden zu haben, der eine Vorreiterrolle übernimmt“, erklärt Lars Frahm.

Niederlassung Hamburg wird umfangreich saniert

Der Hauptsitz der Mercedes-Benz-Niederlassung Hamburg wird derzeit aufwendig umgebaut und saniert. Allein in die Umrüstung auf die Energiegewinnung mithilfe der Brennstoffzelle investiert Daimler rund eine Million Euro. „Die Kosten werden sich bereits innerhalb von sechs bis sieben Jahren amortisiert haben“, erläutert Niederlassungsleiter Bernd Zierold. Das System sei damit nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch effizient.

Der Einbau der Brennstoffzelle ist im Juli geplant. Bereits einen Monat später wird dann Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz den modernisierten Umbau am Friedrich-Ebert-Damm eröffnen.

Mercedes-Benz investiert in die neue Autohaus-Architektur insgesamt rund 35 Millionen Euro. Rund zwei Drittel der Baukosten sind für das Center Wandsbek veranschlagt und ein Drittel für das Center Niendorf.


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