Challenger-Reisemobile: Platz für Innovationen

Hymer-Konkurrent mit ungewöhnlichen Grundrissen

| Autor: sp-x

Der Hersteller Challenger gehört zur französischen Trigano-Gruppe.
Der Hersteller Challenger gehört zur französischen Trigano-Gruppe. (Bild: Challenger)

Eine vernünftige Grundriss-Strategie ist im Reisemobil-Geschäft die halbe Miete. Und da die vornehmlich unter den „Best Agern“ zu suchende Kundschaft eher dem konservativen Lager zuzuordnen ist, zeigten sich die Hersteller der rollenden Eigenheime lange Zeit wenig experimentierfreudig. Das hat sich in den vergangenen Jahren vor allem mit dem Einzug des Hubbettes spürbar verändert. Doch keine andere Marke wagt sich an solch mutige und innovative Neuerungen heran wie das französische Fabrikat Challenger, das trotz seines englisch klingenden Namens zur französischen Trigano-Gruppe gehört. Neben all den zugekauften Marken ist Challenger tatsächlich die einzige Eigengründung des schärfsten Hymer-Group-Konkurrenten in Europa.

Challenger sorgte in der jüngeren Vergangenheit etwa mit einer von allen Seiten begehbaren Mitten-Küche ebenso für Furore wie für ein längs eingebautes, aus absenkbaren Einzelkojen bestehendes Hubbett oder einen Teiltintegrierten als Viertürer mit zwei Aufbautüren hinter den beiden Fahrerhausportalen. Diesen im Vorjahr erstmals beim Mageo 291 gezeigten Grundriss haben die Franzosen jetzt weiterentwickelt und feiern auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon vom 25. August bis 3. September die Premiere des Mageo 391 mit vier Türen, vier Einzelsitzen und Fahrradgarage.

Im Prinzip ist der Mageo 391 eine Kingsize-Ausgabe des 291. Der Längenzuwachs von einem halben Meter auf ein Gesamtmaß von 7,46 Meter ermöglicht erstmals eine Heckgarage, die zwar nicht üppig dimensioniert ist, aber dennoch Raum für zwei Fahrräder bietet. Im Wohnraum darüber findet nun der Kleiderschrank seinen Platz, so dass die davorliegende Rundsitzgruppe nicht mehr – wie im 291 – eingeengt wird und eine wirklich großzügige Lounge-Atmosphäre bietet.

Im vorderen Wagenteil bleibt es bei den insgesamt vier Türen, die jeweils direkten Zugang zu den vier Einzelsitzen mit integrierten Dreipunktgurten haben. Entsprechend lässt es sich im Mageo 391 tatsächlich wie in einem Pkw reisen. Bei Bedarf wird in der Mitte ein runder Tisch platziert, der gemeinsam mit den drehbaren Frontsitzen eine weitere Sitzgruppe für vier Personen ergibt.

Ein elektrisch betätigtes Hubbett, das über der vorderen Sitzecke abgesenkt wird, und eine weitere Doppelkoje, die über der hinteren Rundumsitzgruppe herunter gelassen werden kann, bieten vier mitreisenden Personen entsprechend bequeme Schlafmöglichkeiten. In der Mitte zwischen beiden Sitzlandschaften sind die Längsküche und der große Kühlschrank sowie der Waschraum mit integrierter Dusche positioniert. Auf Basis des bewährten Fiat Ducato ist der Mageo 391 ab 57.990 Euro erhältlich.

Kindertaugliches Reisemobil mit Weltneuheit

Bei der zweiten Challenger-Premiere stehen die Kinder im Mittelpunkt. Im Genesis 396 zeigen die Franzosen eine echte Weltneuheit: ein Etagenbett, das auf Knopfdruck unter der Decke verschwindet. Tagsüber können die Kleinen in einer separaten Sitzgruppe mit Klapptisch im Heckbereich spielen, nachts fährt das Hubbett herunter und entfaltet sich zu einer Schlafstätte, die sowohl in eine Position für ein Kind als auch für zwei Kinder gefahren werden kann.

Das bietet zwei Vorteile: der bei Stockbett-Grundrissen sonst eingeschränkte Heckstauraum bleibt erhalten, und das vor der Kindersitzgruppe positionierte, mit einer Schiebetür abteilbare Bad erweitert den Raum für den Nachwuchs zu einem großzügigen Kinderzimmer. Dahinter befindet sich noch ein üppiger Kleiderschrank, unter dem sich die Heckgarage befindet. Insgesamt fünf Sitzplätze mit Gurt verwandeln den 7,49 Meter langen Genesis 396 auf Ford-Transit-Basis in ein echtes Familien-Reisemobil, dessen Grundpreis 50.490 Euro beträgt.

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