Conti wird zum Mobilitätsdienstleister

Zulieferer entwickelt neues Geschäftsfeld

| Autor: dpa

(Bild: Continental)

Die Continental-Gruppe will in China verstärkt mit Mobilitätsdiensten Geld verdienen. Dazu unterzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben mit China Unicom Smart Connection, einer Tochter des Mobilfunkanbieters China Unicom, einen Vertrag für ein strategisches Gemeinschaftsunternehmen.

Beide Unternehmen sollten zu je 50 Prozent am neuen Gemeinschaftsunternehmen beteiligt sein. Den Angaben zufolge geht es um Dienste und Anwendungen für Fahrzeugdaten sowie Software für vernetzte Fahrzeuge. Auch andere Unternehmen aus der Autoindustrie hatten in den letzten Tagen angekündigt, in China in die Geschäftsfelder Mobilitätsdienstleistungen und autonomes Fahren investieren zu wollen. So sind Daimler und Volkswagen „in intensiven Gesprächen“ mit dem Fahrdienst Didi Chuxing. Und Bosch will mit dem chinesischen Internetkonzern Baidu und den beiden dortigen Kartenherstellern „Auto Navi“ und „Nav Info“ zusammenarbeiten.

Digitale Datenströme können für viele Geschäftsfelder genutzt werden – etwa eine bessere Verkehrsführung, Kartendienste, Carsharing oder Roboter-Taxis. China ist der größte Automarkt der Welt, Mobilitätsdienste sind dort gefragt und wachstumsstark. Erst im März hatte Continental angekündigt, dass sich das Geschäftsmodell des Konzerns dank des Trends zu vernetzten und selbstfahrenden Fahrzeugen verändern werde.

„Durch den Trend der Digitalisierung eröffnet sich für uns in China ein wachsender Markt für Mobilitätsdienste“, sagte Helmut Matschi, Vorstandsmitglied der für Informationsmanagement zuständigen Division Interior von Continental. China Unicom sei einer der drei führenden Mobilfunkanbieter in China und eine „perfekte strategische Ergänzung“.

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