Continental stärkt Softwaresparte mit Parkpocket

Gründer Stefan Bader stammt auch Autohaus

| Autor: dpa/gr

Wo ist die nächste günstige und freie Parkmöglichkeit. Die App Parkpocket gibt Aufschluss.
Wo ist die nächste günstige und freie Parkmöglichkeit. Die App Parkpocket gibt Aufschluss. (Bild/Screenshot: Parkpocket)

Continental will sein Angebot für smarte Lösungen und intelligenter Transportsysteme erweitern und übernimmt dafür das Münchner Start-up Parkpocket. Damit verschaffe sich der Automobilzulieferer zusätzliches Know-how bei der Gewinnung und Verarbeitung von Informationen im Bereich Smart Parking, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung.

Parkpocket zeigt Kunden über eine App in Echtzeit, wo in der Umgebung freie Parkplätze in Parkhäusern verfügbar sind und navigiert sie bei Bedarf direkt dort hin. Das 2013 gegründete Start-up hatte bereits die Telefónica Deutschland sowie den Softwarekonzern GFT Technologies als Investoren gewonnen. An der IAA 2015 nahm das Unternehmen im Rahmen der damals neu gegründeten New Mobiliy World teil.

Parkdaten stellten einen wichtigen Baustein dar, „auf dem komplementäre Dienstes für die urbane Mobilitiät der Zukunft aufbauen“, sagte Parkpocket-Chef Stefan Bader, der selbst einem Autohaus entstammt. Während seines Studiums an der Universität Hohenheim kamen ihm die ersten Ideen für eine Parkraum-App. Mit seiner Schwester Karolina und weiteren Mitstreitern entstand daraus das Start-up Parkpocket.

Continental-Konzern auf gutem Kurs

Auf der IAA 2017 sagte der Vorstandschef von Continental, Elmar Degenhart, dass der digitale Umsatz seines Unternehmens mit Elektronik, Software und Sensoren deutlich wachsen werde. Heute belaufe sich der Anteil auf 60 Prozent, in den kommenden Jahren werde er auf 70 Prozent steigen. Das Geschäft rund um Sensorik, Software-Dienstleistungen und E-Mobilität solle nicht allein den Herstellern überlassen werden, betonte er.

Bis 2025 rechnet Continental mit einem Weltmarktumsatz für Technologien zum automatisierten Fahren von mehr als 30 Milliarden Euro - etwa doppelt so viel wie für 2020 prognostiziert. Continental hält nach Degenharts Worten einen Anteil von 15 Prozent am Weltmarkt für Fahrerassistenzsysteme: „Wir sehen hier klar weiteres Potenzial.“

Gar nichts hält Degenhart dagegen von staatlichen Quoten für Elektroautos. Innovationen seien viel überzeugender als künstliche Eingriffe, sagte er. „Die Akzeptanz für neue Technologien kann mit politischen Mitteln nicht erzwungen werden“, sagte er mit Blick etwa auf Kaufprämien für Elektroautos. Eine E-Quote plant beispielsweise China.

Degenhart bestätigte zudem die Prognose für das laufende Geschäftsjahr - Continental geht demnach von Erlösen von mehr als 44 Milliarden Euro aus. Die Marge auf Basis des bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern soll im laufenden Jahr über 10,5 Prozent liegen. Nach sechs Monaten lag Conti mit einer bereinigten Marge von 10,7 Prozent auf Kurs zu diesem Ziel.

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