VW Golf 7: Das Leichtbau-Konzept

Neue Fertigungstechniken sorgen für Gewichtsverlust

06.09.12 | Autor: Wolfgang Pester

Beim neuen Golf setzt Volkswagen auf neue Leichtbau-Techniken.
Beim neuen Golf setzt Volkswagen auf neue Leichtbau-Techniken. (Foto: Volkswagen)

Der VW Golf 7 ist ein Leichtgewicht. Gegenüber dem Vorgänger hat das neue Modell bis zu 100 Kilogramm abgespeckt. Es tragen dazu bei: Leichtbauteile aus ultrahochfesten Stählen, wie die VW-Ingenieure verraten, ebenso wie ein neues Laserschweißverfahren in „Wobbel-Technik“ und „Kuhflecken“ – computergenerierte Sickenbilder, die dünne Bleche steif und „leise“ machen.

Im Einzelnen entfallen auf die Elektrik minus drei Kilogramm, auf Sonderausstattungen minus zwölf Kilogramm, auf Aggregate minus 22 Kilogramm, auf das Fahrwerk minus 26 Kilogramm und auf den Aufbau minus 37 Kilogramm. Gleichzeitig bietet der Golf 7 „mehr Komfort und mehr Sicherheit als sein Vorgänger“, sagt VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg. Mit den Highlights wollen Hackenberg und die VW-Ingenieure verdeutlichen: „Der Golf 7 soll einen großen Sprung machen.“

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Das gilt auch für die Produktion. Hubert Waltl, Markenvorstand für Produktion und Logistik: „Analog zum modularen Querbaukasten, MQB, haben wir in der Fahrzeugfertigung einen modularen Produktionsbaukasten, MPB, entwickelt, der weltweit eingesetzt wird. Deshalb können wir heute deutlich schneller den Produktionsanlauf hochfahren als früher.“

Karosserie: 37 Kilogramm Ersparnis

Das größte Pfund, das beim neuen Golf abgeschmolzen wurde, lag mit 37 Kilogramm im Aufbau und dort in der Karosserie. Ihr Gewicht wurde gegenüber dem Golf 6 mit neuer Fertigungstechnik sowie ultrahochfester und warm umgeformten Bauteile um 8,6 Prozent auf 245 Kilogramm gesenkt. Zu diesen 23 Kilogramm der Rohkarosserie kommen noch die gesparten Kilogramm von Vorder- und Hintersitzen, Klimaanlage und Instrumententafel einschließlich Modulquerträger beziehungsweise Sonstiges.

Was der Leichtbau auch verdeutlicht: „Kein anderer Autohersteller weltweit hat so viel Know-how in Warmumformung ultrahochfester Stähle aufgebaut wie Volkswagen“, sagt Markus Kleimann, Leiter der Karosserieentwicklung. „Wir sparen mit neuen Lösungen und Patenten Material und Gewicht.“

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