Audi plant weitere Gebrauchtwagen-Zentren

Investorengespräche laufen bereits

| Autor: Silvia Lulei

Hans-Joachim Radde stellte in Würzburg das Konzept des ersten Gebrauchtwagen-Zentrums der Audi Retail Group vor.
Hans-Joachim Radde stellte in Würzburg das Konzept des ersten Gebrauchtwagen-Zentrums der Audi Retail Group vor. (Foto: Richter)

Wer in München einen neuen Audi kaufen möchte, schaut neuerdings erst mal beim Gebrauchtwagenhändler vorbei. Das erst im Oktober eröffnete Gebrauchtwagen-Zentrum von Audi nahe der bayerischen Landeshauptstadt bietet mehr Auswahl an Farben, Motor- und Getriebevarianten als ein Neuwagenhändler. 1.000 gebrauchte Fahrzeuge seien dort ständig vorrätig, sagte Hans-Joachim Radde, Chef des neuen Aushängeschilds der Audi Retail Group (ARG), beim Mobile.de-Weckruf vergangene Woche in Würzburg. Das Angebot habe in den ersten sechs Wochen nach der Eröffnung bereits 10.000 Besucher angelockt, betonte er.

Der Erfolg dieses ersten Audi-Gebrauchtwagen-Plus-Zentrums wird ausschlaggebend dafür sein, ob weitere Zentren dieser Art entstehen. Radde verriet, dass es in Frankfurt/Main schon einen potenziellen Investor gibt. Auf Nachfrage aus dem Publikum bestätigte er zudem, dass auch angedacht sei, kommende Zentren in die Hände von privaten Händlern zu geben.

Mit Standorten wie in Eching verfolge Audi das Ziel, Gebrauchtwagen besser zu vermarkten. Besser sei in zweierlei Hinsicht zu verstehen: Zum einen diene das Engagement der ARG der Restwertstabilisierung, zum anderen setze das weltweit größte Gebrauchtwagen-Zentrum der Marke idealtypische Ablaufprozesse von der An- bis zur Auslieferung um.

Zentrum benötigt weitere 50 Mitarbeiter

Radde stellte in seinem Vortrag die Besonderheiten des Gebrauchtwagenzentrums vor – von den baulichen Besonderheiten, den Prozessen, der Schlüsselverwaltung, den Öffnungszeiten, der Eventlocation bis hin zur Audi-Online-Beratung, die in einem Pilotprojekt mit Mobile.de einen Voice- und Videochat in Echtzeit zwischen Interessent und Verkäufer ermöglicht. 80 Mitarbeiter sind zurzeit in Eching beschäftigt. Radde braucht noch mindestens 50 mehr, um seine Ziele erreichen zu können. Mittelfristig sei ein Jahresabsatz von 5.000 Gebrauchtwagen geplant.

Lesen Sie mehr zum weiteren Programm des Mobile.de-Weckrufs in Ausgabe 51 von »kfz-betrieb« oder klicken Sie sich durch die Bildergalerie.

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