Mobile.de erhöht die Inseratspreise

Neues Preissystem soll ab 1. April „Anfangsfehler“ ausgleichen

| Autor: Stephan Richter

Für Mobile.de-Chef Malte Krüger sind die neuen Preise nach wie vor adäquat und fair.
Für Mobile.de-Chef Malte Krüger sind die neuen Preise nach wie vor adäquat und fair. (Foto: Richter)

Der Fahrzeugmarkt Mobile.de führt zum 1. April ein neues Preissystem ein. Kleinere und mittlere Händler kommen dabei besser weg als große Autohäuser – sie müssen mit einem Anstieg der Kosten von ungefähr neun Prozent pro Monat rechnen. Ab 250 Inseraten erhöhen sich die monatlichen Kosten um 58 Prozent. Im Schnitt seien das 3,50 pro Fahrzeug und Monat, erklärt Malte Krüger, Geschäftsführer Mobile.de, auf Nachfrage von »kfz-betrieb«. „Wir justieren an dem Punkt nach, dass wir unsere Leistungen von Beginn an zu günstig abgegeben haben.“

Der Preis bleibe immer noch adäquat und fair, um Fahrzeuge zu vermarkten, so Krüger. Zudem habe Mobile.de die Leistungen für den Handel deutlich ausgebaut, durch Marketingmaßnahmen sei der Nutzerzuspruch für das Angebot um 30 Prozent gestiegen.

Einer der großen Händler ist das Autohaus Thieme aus Uelzen. Bei einem Bestand von über 1.000 Inseraten muss der Freie Händler mit monatlichen Mehrkosten von 84 Prozent rechnen. Geschäftsführer Alexander Thieme erwägt daher, die Zahl seiner Inserate zu reduzieren, um im Rahmen seines Budgets zu bleiben. Wenn eine größere Zahl an Händlern nachziehe, werde dadurch die Angebotsvielfalt der Onlinebörse leiden, sagt Thieme.

Mobile.de rechnet mit Schritten wie diesem – sogar mit Kündigungen einiger Händler. Krüger geht aber davon aus, dass sie dadurch weniger Nachfrage generieren und zu einem späteren Zeitpunkt zu Mobile.de zurückkehren. „Wir haben letzte Woche damit begonnen, unsere Händler anzurufen oder zu besuchen. Die Gespräche sind nicht immer einfach, aber doch konstruktiv. Wir wollen den Händlern verdeutlichen, dass wir die Preiserhöhung durch unsere Leistung wert sind.“

Keine Subventionierung der Neuwagenwelt

Dass das neue Preissystem dazu diene, die kürzlich gestartete Neuwagenwelt zu subventionieren, weist Krüger klar von sich: „Die Plattform hat sich gut entwickelt: Die Zahl der Händler und der Fahrzeuge sowie die Qualität der Anfragen entsprechen unseren Zielvorgaben. Die Nachfrage steigt kontinuierlich. Es bedarf jedoch noch mehr Zeit und Geduld. Das Portal ist seit sechs Monaten online und nicht mit den 18 Jahren zu vergleichen, die wir in der Gebrauchtwagenvermarktung aktiv sind.“

Eine flächendeckende Leadgebühr für Anfragen aus der Neuwagenwelt schließt Krüger für dieses Jahr aus. Bisher zahlen die Händler eine Pauschale pro Marke und Standort.

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