BMW Berlin: 1.000 Kunden pro Tag

E-Modelle und Car-Sharing sollen Zeichen setzen

| Autor: Birgit Hiemann

BMW, Mini und BMW Motorrad: Drei auf einen Streich am Kaiserdamm in Berlin.
BMW, Mini und BMW Motorrad: Drei auf einen Streich am Kaiserdamm in Berlin. (Foto: Hiemann)

BMW hat eine neue Adresse in Berlin. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit weihte der Auto- und Motorradbauer in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit am Dienstag seine Hauptstadt-Niederlassung am Kaiserdamm in Berlin-Charlottenburg ein. Der Standort in unmittelbarer Nähe zum Funkturm am Verkehrsknotenpunkt zwischen Avus und Stadtautobahn ist für die Bayern eine strategisch wichtige Adresse und ersetzt den bisherigen Betrieb in der Huttenstraße in Tiergarten, der nach 45 Jahren schließt.

Auf 46.000 Quadratmetern präsentiert der Premiumhersteller künftig seine Marken BMW, Mini und BMW-Motorrad in drei architektonisch prägnanten Häusern. Die 65-Millionen-Euro-Investition soll Kunden sowie interessierten Berlinern eine „Erlebniswelt“ bieten. Die BMW-Niederlassung in Berlin unterhält vier Standorte mit insgesamt 492 Mitarbeitern, davon 51 Auszubildende.

450 Parkplätze für die Kunden

Auf der Ausstellungsfläche mit doppelt so viel Platz wie am alten Standort stehen 50 Neu- und 250 Gebrauchtwagen sowie 200 Motorräder zum Verkauf. Die Kunden erwarten 450 Parkplätze. Der Servicebereich verfügt über Werkstätten mit Direktannahme und 33 Pkw- sowie 14 Zweirad-Hebebühnen. Ein eigener Bereich ist für die Elektromodelle reserviert, im Motorrad-Zentrum elektrisieren demnächst E-Scooter – gebaut im traditionsreichen Spandauer Motorrad-Werk, in dem alle weltweit von BMW gefertigten Zweiräder vom Band rollen.

Besucherzahl im vierstelligen Bereich

Niederlassungsleiter Wolfgang Büchel erwartet mit seinen über 300 Mitarbeitern 1.000 Kunden am Tag – auch zur Freude der Betreiber der umliegenden Geschäfte, die sich nicht zuletzt vom BMW-Engagement ein Aufblühen der einstigen Prachtstraße Kaiserdamm erhoffen. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen im Rahmen des „Future Retail“-Konzepts zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und 26 Auszubildende einstellen.

Vertriebsleiter Roland Krüger: „Der Neubau unserer Niederlassung ist ein klares Commitment an Berlin und unsere Zukunft hier. So zukunftsweisend wie unser Bekenntnis zur nachhaltigen Mobilität.“ Der Hersteller will auch sein Carsharing-Konzept Drive Now in der Niederlassung platzieren. Nicht zuletzt davon verspricht sich BMW eine bessere Wettbewerbsposition im Vergleich zu Audi und Mercedes. Zuletzt hatte Audi am Kurfürstendamm mit dem ersten digitalen Schauraum Deutschlands neue Impulse im hart umkämpften Berliner Markt gesetzt.

Politik verspricht mehr E-Ladestationen

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, begrüßte den starken Auftritt von BMW und erklärte, das Netz von derzeit 400 E-Zapfsäulen auf 600 erweitern zu wollen, um so die Akzeptanz für umweltschonendes Fahren zu erhöhen. „BMW bringt Elektromobilität nach vorn.“ Sein Lob galt dem Gebäude, das „nicht einfach ein Zweckbau“ sei. Architekt Peter Lanz verpackte die drei Marken in drei Baukörper: Mini zeigt sich als schwarzer, kubischer Solitär, BMW schließt das Eck am Kaiser- und Messedamm im typischen Berliner Block-Format und mit eloxierter Aluminiumfassade, das Motorrad-Zentrum setzt den Schlusspunkt in Richtung Funkturm. Alle unter einem Dach und doch eigenständig, alle energieeffizient gebaut mit neutraler CO2-Bilanz und Photovoltaikanlage auf dem Parkdeck.

Am 10. und 11. Mai können die Berliner während eines offiziellen Eröffnungswochenendes den Komplex in Augenschein nehmen, den i3 testen und ihr Glück beim Mini-Gewinnspiel versuchen.

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