Die besten Händler Deutschlands

kfz-betrieb verlieh den "Vertriebs Award 2008" für überdurchschnittliche Leistungen im Verkauf

09.04.2008 | Autor: Silvia Lulei

Die Gewinner des Vertriebs Awards 2008: (von re.) Kurt Schnauck (1. Platz), Stefan Zschernitz (2. Platz), Uwe Gehrmann und andreas von Wallfeld (jeweils 3. Platz) mit Mitgliedern der Jury, Sponsoren und Gratulanten.

„Auszeichnungen wie der Vertriebs Award sind wichtig für die Kfz-Branche. Sie zeigen uns, was ein Betrieb heute tun muss, um erfolgreich zu sein.“ Die lobenden Worte von ZDK-Präsident Robert Rademacher waren der gelungene Auftakt für die sechste Verleihung des Vertriebs Award am ersten AMI-Messetag in Leipzig.

Rund 200 Gäste aus Handel und Industrie kamen zu der Veranstaltung. Sie wollten wissen, welche Autohäuser die Vorzeigebetriebe des Jahres sind.

250 Betriebe bewarben sich in diesem Jahr um die begehrte Auszeichnung, die alljährlich von der Redaktion »kfz-betrieb« mit Unterstützung der Santander Consumer Bank und der CarGarantie vergeben wird. Chefredakteur Wolfgang Michel präsentierte die zehn besten Autohäuser des diesjährigen Wettbewerbs.

Die Top Ten

Gewinner ist das BMW-Autohaus Riller & Schnauck in Berlin. Dr. Hans-Peter Kleebinder, Leiter Marketing Mini Deutschland bei der BMW AG, lobte das Autohaus als ein Vorbild in Sachen Zielgruppenmarketing: „Der Mut und die Ideen der Berliner Mannschaft treiben auch uns an.“

Händler, wie man sie sich wünscht

Auf Platz zwei folgt das Autohaus Zschernitz (Opel, Chevrolet und Saab) in Karlsruhe. Joerg Seemann, Regionalleiter Vertrieb Ost bei der Opel AG, überbrachte Glückwünsche von Seiten des Herstellers. Der dritte Platz ist doppelt belegt: einmal mit der Mercedes-Benz-Niederlassung Fulda sowie mit dem VW-Autohaus Wicke in Bochum.

Emmerich Engels, Leiter Vertriebsorganisation VW Pkw bei der VW AG, kennt Firmenchef Kai Wicke als einen Realisten, der überall seine Chancen erkennt und sie wahrnimmt. Engels führte in seiner Laudatio auch an, dass Wicke ein engagiertes und kritisches Mitglied im Händlerverband sei: „Solche Händler wünschen wir uns.“

Gleich dreifach freuen konnte sich Peter Küspert, Mitglied der Geschäftsleitung der Mercedes-Benz-Vertriebsorganisation Deutschland. Der dritte, siebte und achte Platz gingen an Händler der Premiummarke (siehe Kasten „Die Top Ten“). Dass einer der drei Betriebe eine Niederlassung ist, war für Küspert eine willkommene Genugtuung, nachdem ZDK-Präsident Rademacher in seinen Grußworten scharfe Kritik an den Herstellern geübt hatte.

Rademacher meinte, die Hersteller könnten zwar schöne Autos bauen, aber der Automobilhandel sei nicht ihr Metier: „Das können ihre Vertriebspartner besser.“

Deshalb sollten die Hersteller größtes Interesse daran haben, dass die Händler über eine gute Basis für den Automobilvertrieb verfügen. Doch Rademacher bezweifelte, dass die Hersteller für die gute Basis sorgen. „Der Markt ist 2007 in unverantwortlicher Weise überbeliefert worden“, verurteilt der ZDK-Präsident die Produktionsflut der Autobauer. Die Fahrzeuge würden mit ruinösen Rabatten in den Markt gedrückt.

Absatz von 2007 wird das Normalmaß

Seiner Meinung nach neige die Automobilbranche zu dem Trugschluss, das Absatzvolumen des vergangenen Jahres sei ein Krisenszenario gewesen: „Bei realistischer Betrachtung des Marktes ist der Jahresabsatz 2007 das Normalvolumen, von dem man künftig ausgehen muss“, so Rademacher. Darauf müssten sich sowohl die Hersteller als auch die Händler einstellen.

Viele Händler haben bereits auf die veränderten Marktgegebenheiten reagiert. Das zeigen die Porträts und besonderen Vertriebsaktionen der Autohäuser, die sich um den Vertriebs Award 2008 beworben haben. Die Top-20-Betriebe lernen Sie auf den folgenden Seiten kennen.


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