20.02.2009 | Redakteur: Andreas Wehner
Der Saab-Händler Mobilforum Dresden will mit weltweiter Hilfe den angeschlagenen schwedischen Autobauer retten. Die skurrile Idee: Ein Verein soll Saab-Enthusiasten zusammenführen, mit den Mitgliedsbeiträgen soll der Hersteller gekauft werden.
„Tag und Nacht rufen Kunden an, um die aktuellsten News zu hören und uns dabei zu versichern, dass für sie kein anderes Fahrzeug in Frage kommt“, sagte Tobias Kaboth, Geschäftsführer des Mobilforums Dresden. Von diesem Enthusiasmus angestachelt, entstand die Idee, Saab zu retten und das Unternehmen zu kaufen.
Kaboth gründete zusammen mit seinem Geschäftsführer-Kollegen Michael Hesse den Verein „Rescue Saab e.V“. Mithilfe einer Website (www.rescue-saab.com), die am Samstag online gehen soll, wollen die beiden Autohändler ihre Idee umsetzen. Wer eine Aufnahmegebühr von 50 bis 500 Euro zahlt, wird Vereinsmitglied und bei einem späteren Kauf Saab-Aktionär. Je nach Höhe seiner Einzahlung soll er Optionsscheine erhalten.
Das Geld soll treuhänderisch verwaltet werden unter der Aufsicht des Dresdener Rechtsanwalts Martin Adam und des Unternehmensberaters Mathias Oldenburg. Sollte die Idee scheitern und die eingezahlte Summe für den Kauf nicht reichen, erhalte ausnahmslos jeder sein Geld zurück, heißt es in einer Mitteilung.
Man will zudem prominente Saab-Fahrer wie Stefan Raab, Bastian Pastewka, aber auch Bill Gates, Steven King oder Jay Leno anschreiben und um Unterstützung bitten. „Wir wollen nicht tatenlos dem Niedergang unserer geliebten Fahrzeugmarke zusehen. Wir lieben Saab, wir retten Saab“, betonte Michael Hesse.
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