16.07.2009 | Redakteur: Jens Rehberg

Das Autohaus Kropf in Nürnberg (Opel, Chevrolet, Saab, Nissan; Service: Corvette, Cadillac, Hummer) hat am Montag Insolvenz angemeldet. Wie der Geschäftsführer des Unternehmens, Otto Hofbeck, seinen Kunden auf der Firmen-Homepage versichert, läuft der Verkaufs- und Servicebetrieb am Stammsitz und in der Filiale in Fürth zunächst uneingeschränkt weiter. Betroffen sind insgesamt 111 Mitarbeiter.
„Wir wollen die Arbeitsplätze möglichst erhalten und die 125 Jahre Kropf-Tradition in Franken weiterführen“, heißt es wörtlich in der Online-Bekanntmachung. Hofbeck bittet die Kunden zudem, dem Autohaus Kropf die Treue zu halten. Ziel der Geschäftsleitung sei ein Neustart, für den in den kommenden drei Monaten die Weichen gestellt werden müssten.
Der vom Amtsgericht Nürnberg eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter Joachim Exner sagte am Donnerstag den „Nürnberger Nachrichten“, dass sowohl Opel als auch Chevrolet bereits ihre Unterstützung zugesagt hätten und auch bei der Suche nach einem Investor behilflich sein wollten. Zu den Gründen für die finanzielle Schieflage sagte der Anwalt, Kropf habe in Erwartung steigender Umsätze kräftig investiert, ehe die Automobilbranche von der Finanzkrise mitgerissen worden sei. Die zuvor aufgenommenen Schulden hätten sich nun als zu belastend erwiesen. Exner bestätigte außerdem den derzeitigen Geschäftsführer Otto Hofbeck in seiner Funktion.
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