Hermann-Gruppe eröffnet ADAC-Werkstatt

Neubau in Göttingen soll Ende 2014 folgen

| Autor: Stephan Richter

Die neue ADAC-Werkstatt befindet sich in Goslar in der Gerhard-Weule-Straße.
Die neue ADAC-Werkstatt befindet sich in Goslar in der Gerhard-Weule-Straße. (Foto: Richter)

Das Autohaus Hermann hat an seinem Standort in Goslar die deutschlandweit erste neu gebaute ADAC-Werkstatt eröffnet. Der Mehrmarkenhändler aus Südniedersachsen möchte mit dem Servicepunkt vor allem Kunden mit Fahrzeugen älter als acht Jahre ansprechen. „Wir wollen dieser Zielgruppe zeitgerechte Reparaturen zu zeitgerechten Preisen bieten. Die Branche muss an dieser Stelle völlig umdenken und sich mehr um die älteren Fahrzeuge kümmern und bemühen. Die Werkstatt bringt uns die nötige Rendite“, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Hermann anlässlich der Eröffnungsfeier. Neben Vertretern aus Handel, Politik und Wirtschaft war mit Jérôme Struk, Vorstandsmitglied von Renault Deutschland, zudem ein Fahrzeughersteller vor Ort.

Zehn Prozent Rabatt für ADAC-Mitglieder

In nur fünf Monaten Bauzeit und einem Investitionsvolumen von 950.000 Euro entstand auf dem Gelände an der Gerhard-Weule-Straße ein neues Gebäude mit sechs Arbeitsplätzen. Das Unternehmen bietet im Empfangsbereich alle ADAC-Kernleistungen wie Vignettenverkauf, Versicherungen, Jahresgaben oder Kartenmaterial an und gewährt ADAC-Mitgliedern zehn Prozent Rabatt auf den Arbeitslohn.

Insgesamt stellt das Unternehmen zwölf neue Mitarbeiter ein – die Teamleitung übernimmt Daniel Gebhardt, der zudem für das benachbarte Renault- und Dacia-Autohaus verantwortlich ist.

Hermann wählte Goslar als ADAC-Standort aus, da die Filiale mit Abstand den zweitstärksten Fahrzeugabsatz im Unternehmensverbund vorweist. Nur der Stützpunkt in Göttingen würde knapp darüber liegen, sagt Hermann. Bis Ende 2014 möchte Hermann auch dort eine ADAC-Werkstatt bauen. Die Zusage erhielt der Geschäftsführer pünktlich zur Eröffnung in Goslar. Auf dem Vertrag findet sich zudem die Unterschrift und Zustimmung eines in Göttingen ansässigen Abschleppunternehmens, das im Auftrag des ADAC arbeitet: „Der ADAC arbeitet nicht an seinen Partnern vorbei, sondern sucht gemeinsam eine einvernehmliche Lösung“, lobt Hermann die Kooperation.

ADAC weitet das Netz aus

Neben Hermann gibt es in Deutschland derzeit noch vier weitere Pilotbetriebe – wobei diese Partner das Angebot in ihre bereits bestehenden Räumlichkeiten integriert haben. In den nächsten Jahren möchte der ADAC sein Servicenetz auf bis zu 100 Partner vergrößern, sagte Karl-Heinz Kroha, Geschäftsführer der ADAC Service GmbH im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Lesen Sie das komplette Interview mit Karl-Heinz Kroha in der Ausgabe 51 von »kfz-betrieb«. Dort erläutert der Geschäftsführer, welche Anforderungen der ADAC an seine Partner stellt, welche Gebühren der Verein erhebt und wie das Werkstattnetz der Zukunft aussehen soll.

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