20.08.2009 | Redakteur: Steffen Dominsky
Volkswagen will als einer der ersten Automobil-Produzenten seine Vertragswerkstätten für die Wartung und den Service von Hybridfahrzeugen rüsten. Der österreichische Kfz-Diagnosespezialist AVL Ditest entwickelt für die Wolfsburger ein Diagnose-Werkzeug für die Reparatur und Wartung von Hybridfahrzeugen. An dem Projekt sind sowohl die Firmenzentrale in Graz als auch die deutsche Tochter in Fürth beteiligt.
„Die Techniker in den Pkw-Werkstätten hatten bisher nur mit Spannungen von etwa 12 Volt zu tun. Bei der Reparatur von Hybridfahrzeugen arbeiten sie jedoch an Systemen, die Spannungen von mehreren hundert Volt führen. Ein Stromschlag kann durchaus lebensgefährlich sein“, so Gerald Lackner, Chef des Fahrzeugdiagnostik-Anbieters AVL Ditest. Mit dem neuen Messinstrument kann der Anwender überprüfen, wie gut die Isolierung der elektronischen Teile und Verbindungen im Hybridfahrzeug ist.
Im Wettbewerb um den VW-Hybrid-Messtechnik-Auftrag hat sich der österreichische Diagnosespezialist gegenüber namhaften Mitbewerbern aus der Automobil- und allgemeinen Elektrotechnik-Sparte durchgesetzt. „Hybridautos sind trotz ihres alternativen Antriebs noch immer Autos, die auch nach wie vor von Kfz-Technikern repariert werden“, erklärt sich Lackner die Auftragsvergabe.
Sein Unternehmen entwickle seit Jahren Messtechnik, die von Kfz-Technikern angewandt wird. AVL kenne deshalb deren Arbeitsbedingungen und Methoden und werde die Software der VW-Geräte speziell auf deren Fachsprache, Denkweise und Anforderungen zuschneiden.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 315342) | Fotos: Archiv
Kommentar zum Beitrag schreiben