EU fördert Aufbau von Stromtankstellen

Projekt soll Versorgung entlang der Autobahnen sichern

| Autor: ampnet/gr

(Fotolia)

Die Europäische Union will gezielt gegen die mangelhafte Ladeinfrastruktur für Elektroautos vorgehen. Dazu soll entlang der bedeutendsten Verkehrswege in Zentraleuropa ein frei zugängliches Netz von Schnell-Ladestationen für Elektrofahrzeuge entstehen. Finanziert werden sollen die Projektkosten von gut 8 Millionen Euro etwa zur Hälfte aus dem europäischen Verkehrsförderprogramm Transeuropäische Netze (TEN-T).

Mit der Investition will die EU erreichen, dass die Akzeptanz der Elektromobilität nicht an fehlenden Lademöglichkeiten scheitert. Die Strecke von München nach Amsterdam oder von Den Haag nach Stockholm soll künftig am Stück zu schaffen sein – nur unterbrochen von den unumgänglichen Ladestopps an den Stromtankstellen. Bereits Ende des Jahres soll dieses Ziel in greifbare Nähe gerückt sein.

Bisher gibt es nur isolierte Versuche, die Infrastruktur voranzubringen. Tesla errichtet bereits seit Längerem ein eigenes Netz aus Superchargern entlang der wichtigsten Autobahnen. Damit sollen Tesla-Fahrer kostenlos Strom laden können und in der Theorie quasi alle Orte in Zentraleuropa sicher ansteuern können. Und entlang der Autobahn A9 hat das Bundesverkehrsministerium Ladestationen errichtet, die aber nur für Fahrzeuge mit dem europäischen Ladestandard geeignet sind.

Um dieser Entwicklung vorzubeugen, gehört zu dem neuen EU-Projekt eine Studie zur Interoperabilität, also der Fähigkeit zur Zusammenarbeit verschiedener Ladesystemen und -techniken. Insgesamt sollen den Angaben zufolge 155 Ladestationen aufgebaut werden, davon 67 in Deutschland und weitere 30 in den Niederlanden, 23 in Dänemark und 35 in Schweden.

Zuständig für die Umsetzung ist unter anderem die VDE Prüf-und Zertifizierungsinstitut GmbH in Frankfurt. Bekannt ist das Unternehmen der breiten Bevölkerung durch das VDE-Zeichen als Marke für elektrotechnische Sicherheit. Doch eigentliche Aufgabe des VDE-Instituts ist der Wissenstransfer, indem es eine Plattform für den fachübergreifenden Informationsaustausch bietet.

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