30.07.2008 | Redakteur:
Die ablehnende Haltung des VDIK gegenüber einer Verlängerung der Kfz-GVO über das Jahr 2010 hinaus nährt Befürchtungen in der Händlerschaft, gegenüber den Herstellern und Importeuren weiter ins Hintertreffen zu geraten. Mehrere Händlerverbände machten deutlich, die Forderungen von Cecra und ZDK nach einer verlängerten Kfz-GVO zu unterstützen.
Aus der Sicht des Verbands der Opel-Händler (VDOH) zielt "der Positionswechsel mancher Hersteller und ihrer Verbände klar auf die Wiederherstellung des Zwangsjacken-Effekts ab, den die jetzige Kfz-GVO ja gerade beseitigen wollte". Als Intention der Hersteller und Importeure vermutet der VDOH, dass Regelungen wie Mindestkündigungsfristen wegfallen sollen. Dies würde eine erhebliche Schwächung des Handels bedeuten, da "selbst eine zweijährige Kündigungsfrist keinen hinreichenden Investitionsschutz darstellt".
Chancen, die Positionen der Unternehmen des Handels gegenüber den Herstellern und Importeuren durchzusezten, würden ohne Kfz-GVO zumindest in Deutschland deutlich schlechter, schreibt der VDOH. Zwar könnte der Handel generell seine Rechte nach nationalem Recht durchsetzen, "entsprechende Regelungen fehlen jedoch zum Teil in Deutschland". Zudem sei die Rechtsprechung nicht einheitlich.
"Vergewaltigung" des Handels
Der Daihatsu-Händlerverband unterstützt die Forderungen von ZDK/Cecra nach einer eigenständigen GVO. Aus Sicht der Daihatsu-Organisation "werden die Hersteller und Importeure alles favorisieren, was ihre eigene Macht stärkt". Die derzeitigen Vorgaben der Kommission seien auf der Linie der Produzenten. Aus der Sicht des Daihatsu-Verbandes wäre ein Wegfall der jetzigen GVO-Bestimmungen "ein weiterer Schritt zur kompletten Vergewaltigung des normalen Handels".
Auch der Verband der Fiat-Konzern-Händler befürchtet ohne spezifische Kfz-GVO erheblichen Schaden für den Handel."Wir benötigen dringend Händlerregelungen auf GVO-Basis, damit es nicht zu einem noch größeren Ungleichgewicht zu Gunsten der Industrie kommt", schreibt der Händlerverband in seiner Stellungnahme gegenüber »kfz-betrieb«.
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