21.07.2008 | Redakteur:
Die Auswirkungen einer sich ändernden GVO waren zentrales Diskussionsthema auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der Volvo-Lkw-Vertragspartner, die am 17. Juli in Kassel stattfand.
ZDK-Referent und Nutzfahrzeugexperte Marcus Weller berichtete dabei über eine von den Nutzfahrzeugherstellern in Auftrag gegebenen Studie. "Die Studie gibt die aktuellen Marktentwicklungen zwar zutreffend wieder, zieht daraus aber die falschen Schlussfolgerungen", urteilte Weller. Insbesondere der Mehrmarkenhandel sei für die Kundenanforderungen kontraproduktiv, heißt es in der Studie. Hieraus ergebe sich der Schluss, dass eine branchenbezogene GVO künftig nicht mehr erforderlich sei, was der Linie der Nutzfahrzeughersteller entspräche. Weller rief die Teilnehmer dazu auf, ihnen bekannte Bundestags- oder Europaabgeordnete anzusprechen und sie von der Notwendigkeit des Erhalts einer branchenbezogenen GVO zu überzeugen, die auch die Nutzfahrzeugbranche mit einbeziehe. Denn das Machtgefälle zwischen Industrie und Handel würde sich im Falle einer nur allgemeinen Regelung weiter zu Lasten des Handels verschieben.
Neben der GVO-Thematik standen auch spezifische Volvo-Themen und die Neuwahl des Verbandsvorstands auf der Tagesordnung. Dabei bestätigte die Mitgliederversammlung den Nürnberger Volvo-Händler Johann Popp mit großer Mehrheit im Amt des Verbandsvorsitzenden. Als Beisitzer wiedergewählt wurden Günter Foppe, Michel Grell, Joachim Spitzmüller und Günther Tönjes.
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