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26. Nov 09
ZDK: Jubiläum in einer Zeit der Herausforderungen
Brüderle fordert bessere Rahmenbedingungen
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Doch die aktuell schwierige Lage konnten die Redner nicht völlig ignorieren. Neben den Präsidenten der beiden Industrieverbände VDA und VDIK sowie dem ZDH-Präsidenten Otto Kentzler sprach auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle.
Trotz positiver Zeichen in der jüngsten Zeit warnte er vor zu viel Euphorie. „Wir sind noch nicht über dem Berg, es kann noch keine Entwarnung geben“, stellte Brüderle klar. Dabei versprach der Wirtschaftsminister die Missstände anzugehen und entsprechende Änderungen durchzusetzen. „Wir meinen es ernst und haben nicht nur die freundlichen Worte bei Jubiläen.“
VDA: Nicht bei Forschung und Entwicklung kürzen
VDA-Chef Matthias Wissmann hob das Engagement der Hersteller und Zulieferer bei ihren Forschungsaktivitäten hervor. 2007 und 2008 habe die Automobilindustrie jeweils 19 Milliarden Euro für die Forschung und Entwicklung ausgegeben. „Selbst in Zeiten knappster Kassen darf man alles kürzen, nur nicht die Ausgaben für Forschung und Entwicklung“, so Wissmann. Dies sei quasi die Blutzufuhr zum Kopf.
Allerdings sei dies nur eine Seite, eine andere sei die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Händlern. „In der Automobilindustrie wächst das Bewusstsein, dass wir auf starke Handelsbetriebe stärker angewiesen sind“, sagte der VDA-Chef. So manchem Hersteller dämmere die Erkenntnis. „Auf Dauer kann auch ein großer Hersteller seinen Erfolg nur behalten, wenn die Handelsbetriebe erfolgreich sind.“
Entsprechend betonte der oberste Interessevertreter der Automobilindustrie sein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit dem Kfz-Gewerbe. „Wir wünschen uns starke Handels- und Werkstattbetriebe und eine gute Kooperation zwischen VDA und ZDK.“
VDIK: Zufriedenheit schafft Kundenbindung
Auch VDIK-Präsident Volker Lange stellte klar, dass sich die großen Herausforderungen nur gemeinsam meistern lassen. „Nur die Zufriedenheit schafft Kundenbindung – das sichert Umsatz und Arbeitsplätze“, so Lange. Als einen entscheidenden Faktor dafür bezeichnete er die Mitarbeiter. Der Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen sowie Reparatur und Wartung stellten im Hinblick auf die neue Fahrzeugtechnik hohe Ansprüche. „Ohne gute Ausbildung lässt sich dies nicht erfüllen. Darin engagiert sich der ZDK seit Jahrzehnten vorbildlich und erfolgreich.“
ZDK: Wichtig ist Stärke
Auf die Entwicklungen im Verband gingen die beiden ZDK-Vizepräsidenten Ulrich Fromme und Wilhelm Hülsdonk ein. „Wir brauchen die starke Gemeinschaft – es gibt mehr als genug Herausforderungen“, machte Hülsdonk klar. Dabei betonte er die große Bedeutung des Service. „Der Ertrag des Service ist überlebenswichtig.“ Wer Aftersales-Leistung zu Lowcost-Leistung mache, der lege die Axt an die stabilste Säule.
Schwieriger ist die Situation im Handel. „Wir brauchen starke Händler, daran werden wir Sie messen“, rief Fromme dem VDA-Präsidenten zu. Starke Händler, das bedeute für ihn, dass es ein professionelles Netz gebe und die Händler sich nachhaltig eine entsprechende Rendite erarbeiten können. Vorschläge dazu hat der Verband im Konzept zum „Neuen Geschäftsmodell“ niedergeschrieben. In den letzten Monaten sei die Verbandsorganisation spürbar zusammengewachsen, so Fromme. Dies gelte auch für die Landes- und Fabrikatsverbände – und das sei gut so.
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