Home > Verbände & Politik > Verbände

03. Dec 09

LV Saarland bestellt neuen Geschäftsführer

Niklas Burmester folgt Detlef Fiedler nach

Stabübergabe in der Geschäftsführung des saarländischen Landesverbandes: (v.li.) Niklas Burmester, Herbert Seiwert und Deltef Fiedler.
Stabübergabe in der Geschäftsführung des saarländischen Landesverbandes: (v.li.) Niklas Burmester, Herbert Seiwert und Deltef Fiedler.
Niklas Burmester tritt im Frühjahr 2010 die Nachfolge von Detlef Fiedler als Geschäftsführer des saarländischen Landesverbandes an. „Wir suchten jemanden, der sich in der Branche auskennt“, erklärte Herbert Seiwert, Vorstandsvorsitzender des LV Saarland, auf der Herbstversammlung. Die Mitglieder folgten dem Vorschlagen und votierten einstimmig für Burmester.
Burmester, der zuletzt als Geschäftsführer beim Landesverbandes Hamburg tätig war, übernimmt auch im Saarland wieder die Führung einer Landesinnung mit Bildungszentrum. Hier kommen in den nächsten Jahren große Herausforderungen im Bereich Weiterbildung auf den Verband zu. „Ein Schwerpunkt könnte die kaufmännische Fortbildung für die Verantwortlichen in den Betrieben sein“, gab Burmester einen Ausblick. Doch statt „Hauruck-Aktionen“ strebe er eine kontinuierliche Anpassung an.
Zudem seien ihm die persönliche Ansprache der Mitglieder und die ständige Neuausrichtung auf die Belange der Branche wichtig, betonte Burmester. Er steigt ab Februar 2010 im Saarland ein und wird zunächst als zweiter Geschäftsführer beginnen, bevor Detlef Fiedler Ende März 2010 in den Ruhestand geht. „Damit geht eine Ära zu Ende – die Fiedler-Ära“, so Seiwert mit einem Augenzwinkern.

Paradigmenwechsel in der Automobilwirtschaft

Vom Wechsel ist nicht nur der Landesverband betroffen, sondern ein Paradigmenwechsel findet in der gesamten Automobilwirtschaft statt. Das Leitbild der Branche zerbröckelt, Märkte und Kunden ändern sich. Traditionelle Märkte verlieren an Bedeutung und neue Hersteller kommen hinzu, fasste Prof. Dr. Stefan Bratzel, von der Fachhochschule Bergisch Gladbach, die Entwicklung zusammen.
Den Betrieben empfahl er eine genaue Beobachtung der Marktentwicklung. Den deutschen „Normalmarkt“ sieht Bratzel künftig zwischen 2,8 und 3,3 Millionen Neuwagen. Die obere Grenze sei allerdings schon sehr optimistisch, räumte der Autoexperte ein.
Alle Hersteller würden ihre Vertriebsnetze derzeit genau unter die Lupe nehmen. Vor allem kaufmännische Professionalität sei in den Betrieben notwendig, in der Krise könne man sich hier keine Fehler leisten.
Als Grundübel für die Rabattschlacht nannten Bratzel die Überproduktion, „30 Prozent zuviel kann man einfach nicht leugnen“. Vor diesem Hintergrund seien auch die Subventionen für Hersteller kritisch zu sehen. „Man hilft dem, der sich nicht angepasst hat und bestraft die anderen.“ Daimler habe gar keine andere Chance, als die Produktion in die Länder zu verlagern wo die Autos gekauft werden, in Europa sinke die Nachfrage. „Unsere Unternehmen verlieren sonst den Kampf, der gerade weltweit stattfindet.“



Themenverwandte Beiträge
FHDW bringt Automanager in die Karrierespur
Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) startet im Oktober den neuen berufsbegleitenden Master-Studiengang „Automotive Management“. Im Fokus der Ausbildung stehen Managementgrundlagen, Methodenwissen und internationale Kompetenz. weiter
Serviceumsatz im Rückwärtsgang
Serviceumsatz im Rückwärtsgang
Gegen den bundesweiten Trend hat der Landesverband Berlin-Brandenburg im vergangenen Jahr ein Umsatzminus im Service verzeichnet. Dennoch ist man unter dem Strich mit dem Ausnahmejahr 2009 zufrieden. weiter
Kfz-Gewerbe NRW: Portale schaden Handel
Kfz-Gewerbe NRW: Portale schaden Handel
Der Landesverband NRW hat sich über die Internetaktivitäten diverser Fabrikatshändler beklagt: Die hochrabattierten Online-Angebote dienen den Endkunden als Grundlage zum Feilschen. weiter
Kommentare zu diesem Artikel
Kommentar verfassen
Kommentar verfassen
Bitte loggen Sie sich ein, wenn Sie einen Kommentar schreiben wollen.
zum Login


Whitepaper
Whitepaper
Die Ära der AU-Plakette geht zu Ende
Ab 1. Januar 2010 wird keine AU-Plakette mehr geklebt und die Abgasuntersuchung wird in die Hauptuntersuchung integriert. Sind also bald neue Fahrzeugkennzeichen nötig?

Showroom
Die CARGARANTIE präsentiert:
Seit 100 Jahren organisiert sich die Kfz-Branche. Zwar unter verschiedenen Namen, aber mit einem Ziel: Unterstützung für das Gewerbe. Zur Jubiläumsseite
100 Jahre ZDK im Videorückblick
Wie haben führende und mitgestaltende Personen des Kfz-Gewerbes den Wandel erlebt? Ex-Präsidenten erinnern sich. Zum Video.

 

Die Mobilitätsbranche steht vor einer Neuerfindung. Redner von Industrie, Politik und Handwerk verdeutlichten die Herausforderungen. Zum Video.

 

Wie sind die Produkte, welchen Stellenwert hat der Verband? Eine illustre Talkrunde reflektiert die Kfz-Branche. Zum Video.

 

 

Dieter Moor und die Bonner Springmäuse beleuten kurzweilig die Entwicklung des Automobils. Zum Video.
Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe
Der ZDK ist der Branchenverband und Dienstleister für die gut 39.100 Kfz-Betriebe in Deutschland. ZDK-Homepage
Landesverbände des ZDK
Kontaktdaten zu den 15 Landesverbänden im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe  lesen

 

Innungen/Kreishandwerkerschaften
Kontaktdaten zu den Innungen  und Kreishandwerkerschaften für die Kfz-Betriebe  lesen

 

Newsletter
IFL-Meldebogen für falsche Zeitvorgaben
Für die exakte Kalkulation
Die IFL sammelt falsche Reparatur- und Lackierzeiten, die die Anwender melden. Ziel ist es, für eine exakte Kalkulation die passenden Zeitvorgaben zu erhalten. Meldebogen-Download
Mein kfz-betrieb
Service