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17. Dec 09

Importeure als Nutznießer der Umweltprämie

Keine Besserung auf dem Nutzfahrzeugmarkt

VDIK-Präsident Volker Lange erwartet einen Markt von 2,8 bis 2,9 Millionen Einheiten für 2010.
VDIK-Präsident Volker Lange erwartet einen Markt von 2,8 bis 2,9 Millionen Einheiten für 2010.
Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) rechnet mit einem deutlichen Markteinbruch 2010. „Eine Million Autos fehlen“, kommentierte VDIK-Präsident Volker Lange am Donnerstag vor Journalisten die Aussichten für 2010. Der Verband geht davon aus, dass im kommenden Jahr 2,8 bis 2,9 Million Fahrzeuge neu zugelassen werden.
„Wir haben dramatisches Jahr hinter uns und nicht nur im automobilen Sektor“, sagte Lange im Rückblick auf das Jahr 2009. Dank der Umweltprämie könne der VDIK jedoch auf ein für seine Mitglieder erfolgreiches Jahr zurückblicken. So steigerten die Importeure ihren Anteil an den Neuzulassungen in diesem Jahr auf fast 40 Prozent.
Lange erinnerte daran, dass er zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr dringende Unterstützungsmaßnahmen seitens des Staates gefordert hatte, da ansonsten – wie er damals ausführte – für 2009 eine schwere Absatzkrise zu befürchten sei. Er lobte die Schnelligkeit mit der die Bundesregierung im Frühjahr reagiert und die Umweltprämie eingeführt habe. „Sie hat eine Wirkung ausgelöst, die niemand von uns in diesem Ausmaße erwartet hatte. Sie hat nicht nur die Emissionen gesenkt, sondern dazu beigetragen, dass Arbeitsplätze erhalten und Händlerbetriebe stabilisiert wurden“.
Für das kommende Jahr erwartet der Verband nun Zuwächse bei den gewerblichen Zulassungen, die aber die Rückgänge bei den privaten nicht ausgleichen könnten. Mittelfristig werde sich der Markt bei maximal drei Millionen Fahrzeugen einpendeln.

Nutzfahrzeugmarkt am Boden

Für den Nutzfahrzeugmarkt sieht Lange noch keine Besserung. Allenfalls könne man sagen, dass der Boden jetzt erreicht sei, meinte er. Gerade dieser Sektor sei extrem abhängig von der Konjunktur. Viele Abnehmer hätten derzeit schlicht keine Finanzmittel für Nutzfahrzeuge erklärte er. Schuld daran sei nicht nur die schlechte Ertragslage der Unternehmen in Folge der Finanzkrise sondern ebenso die schleppende Kreditvergabe der Banken an die Unternehmen. „Es handelt sich dabei um eine regelrechte Kampfansage der Banken an das mittelständische Gewerbe“, brachte es Lange auf den Punkt.
Lange erläuterte ferner, dass der VDIK im Herbst der neuen Bundesregierung einen Forderungskatalog unterbreitet habe, der zwar vage formuliert, aber dennoch zumindest teilweise in den Koalitionsvertrag eingeflossen sei. Unter anderem fordert der Verband darin eine deutliche Verbesserung der Zuschüsse für die Elektromobilität. Deutschland läge in diesem Bereich an hinterster Stelle, erläuterte Lange. So unterstütze Dänemark die Käufer von Elektrofahrzeugen mit über 20.000 Euro, Frankreich mit rund 7.500, Großbritannien und die USA mit zirka 5.500 Euro, während Deutschland hierfür nur 45 Euro zu zahlen bereit ist. „Wir brauchen Zuschüsse von 6.000 bis 7.000 Euro, sonst können wir die Klimaschutzziele bis 2020 nicht erreichen“, macht Lange deutlich.



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