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02. Feb 10

ZDK: Diesel-AU unverzichtbar

AU-Mängelquote liegt bei 8,8 Prozent

Zahlreiche Argumente sprechen aus Sicht des ZDK für eine Diesel-Abgasuntersuchung.
Zahlreiche Argumente sprechen aus Sicht des ZDK für eine Diesel-Abgasuntersuchung.
An der Diesel-Abgasuntersuchung führt nach Ansicht des ZDK kein Weg vorbei. Sie sei eine regelmäßige Überwachung, bei der in signifikanter Größenordnung Mängel entdeckt werden, stellte ein ZDK-Sprecher klar. Er reagierte damit auf Medienberichte, die jüngst zu anderen Aussagen kamen. Die Ergebnisse der jüngsten AU-Mängelstatistik hätten einmal mehr eindrucksvoll den hohen Nutzen der Abgasuntersuchung für die Umwelt bewiesen.
Eine durchschnittliche Mängelquote von 8,8 Prozent bei rund elf Millionen Abgasuntersuchungen sei alarmierend, sagte der ZDK-Sprecher. Knapp 800.000 Mängelfahrzeuge konnten im Rahmen einer Wartung, Inspektion oder Reparatur wieder instand gesetzt und auf das zulässige Emissionsniveau zurückgeführt werden.
Ob und, wenn ja, inwieweit der Vergleich alter und neuer Messverfahren unterschiedliche Mängelquoten ergebe, werde zurzeit untersucht. Aber grundsätzlich herrscht zwischen Umweltverbänden, Überwachern, Geräteherstellern und das Kfz-Gewerbe Einigkeit: Eine Diesel-AU ist unverzichtbar!

Gründe für eine Diesel-AU

Ein wenig Licht in das Dunkel verallgemeinernder Argumentation bringen nachfolgende Hinweise der Autoexperten des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes:
  • Die Rauchtrübungsmessung mit dem so genannten Opazimeter ist ein bewährtes Verfahren, das richtigerweise für alle Diesel-Fahrzeuge ohne On-Board-Diagnose (OBD) angewendet wird.

  • Für Diesel-Fahrzeuge mit OBD-System wurde die Endrohrmessung ausgesetzt, da die Einbeziehung der OBD-Schnittstelle in das Messverfahren der AU aufgenommen wurde.

  • Die Messung der so genannten Partikelmasse als Ersatz für die Rauchtrübungsmessung ist derzeit in der Erprobung, unter anderem auch in vier Kfz- Meisterbetrieben. Mehr als 1 000 Messwerte wurden bisher erfasst.

  • Technisch wäre es denkbar, die neue Messmethode für alle modernen Dieselfahrzeuge einzusetzen.

  • Damit eine auch wirtschaftlich verträgliche Lösung für die erforderlichen Investitionen möglich wird (35.000 AU-Betriebsstätten je 5.000 Euro pro Gerät entspricht 175 Millionen Euro), schlägt das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe vor, sukzessive die jetzigen Opazimetergeräte gegen die neuen Geräte auszutauschen. Dies sei möglich, da die neuen Geräte „abwärts kompatibel“ seien.




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