Iran rettet den PSA-Absatz

Hersteller verbucht im ersten Halbjahr starke Rückgänge in China

| Autor: Christoph Baeuchle

Die Produkte stimmen, der Absatz noch nicht: Bei den PSA-Marken gibt es weiter Luft nach oben.
Die Produkte stimmen, der Absatz noch nicht: Bei den PSA-Marken gibt es weiter Luft nach oben. (Bild: PSA)

Zwar hat die PSA-Gruppe im ersten Halbjahr 2017 den Absatz um 2,3 Prozent auf knapp 1,58 Millionen Fahrzeuge gesteigert, doch der französische Hersteller hat in vielen Regionen zu kämpfen.

Ohne das kräftige Plus von Peugeot im Iran wären die Franzosen wohl in den roten Zahlen: In der Region steigerte der Hersteller den Absatz von gut 57.000 Fahrzeugen im ersten Halbjahr 2016 auf 248.000 Fahrzeuge zwölf Monate später.

Ganz anders in China: Um knapp zwei Drittel gingen jeweils die Absätze von Citroën (auf 46.000 Fahrzeuge) und DS Automobiles (auf 3.000 Fahrzeuge) zurück. Mit einem Minus von gut einem Drittel war der Rückgang bei Peugeot (auf 103.000 Fahrzeuge) deutlich geringer. Unterm Strich hat der Hersteller den China-Absatz in den ersten sechs Monaten halbiert.

Immerhin konnten die beiden Kernmarken Peugeot (600.000 Fahrzeuge) und Citroën (414.000 Fahrzeuge) ihren Absatz in Europa stabil halten. In der Heimatregion verkaufen die beiden Marken rund zwei Drittel ihrer Fahrzeuge.

Peugeot-Chef Jean-Philippe Imparato ist mit dem ersten Halbjahr zufrieden: „Mit mehr als einer Million verkauften Fahrzeugen und einem Plus von 15 Prozent ist Peugeot auf dem Weg, seine Ziele für 2017 zu erreichen: der Verkauf von zwei Millionen Fahrzeugen, davon 45 Prozent außerhalb Europas.“ Die gesamte Palette trage zur Absatzentwicklung bei, zudem lege der Auftragseingang weiter zu.

Weit weniger gut lief es bei der Schwestermarke Citroën – ihr Halbjahresabsatz ging um mehr als zwölf Prozent auf 527.000 Fahrzeuge zurück. Citroën-Chefin Linda Jackson ist dennoch zuversichtlich. Ohne China, wo der Hersteller gerade sein Netz restrukturiert, hätten die weltweiten Verkäufe zugelegt. „Mit unserer SUV-Offensive werden wir diese Dynamik im zweiten Halbjahr steigern“, sagte Jackson mit Blick auf die Einführung des C3 Aircross in Europa und des C5 Aircross in China.

Auch DS Automobiles bleibt allenfalls die Hoffnung. Nach einem Rückgang von mehr als 46 Prozent auf knapp 28.000 Einheiten ist die Marke nahezu auf Maserati-Niveau angekommen. DS-Chef Ives Bonnefont hofft auf den Neustart, den die Marke mit dem DS7 Crossback einläutet.

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