LKW-Achsvermessung: Freiheben war gestern

Es ist fast schon selbstverständlich, dass Pkw-Werkstätten bei der Dialogannahme die Spur der Kundenautos prüfen – denn eine zusätzlich verkaufte Vermessung ist schnell verdientes Geld. Mit dem richtigen Equipment gelingt das jetzt auch bei Lkws.

| Autor: Ottmar Holz

Eine Spurvermessung sieht man nur selten in der Lkw-Werkstatt. Mit dem neuen DSP760T könnte sich das ändern, denn ein schlaues Feature erspart das mühsame Freiheben.
Eine Spurvermessung sieht man nur selten in der Lkw-Werkstatt. Mit dem neuen DSP760T könnte sich das ändern, denn ein schlaues Feature erspart das mühsame Freiheben. (Bild: Holz)

Thomas Schneider musste investieren. „Die Garantierevision von Mercedes hat unsere vorhandenen Achsmessgeräte bemängelt, denn sie hatten keine Herstellerfreigabe“, berichtet der Inhaber der Max Schneider Nutzfahrzeuge GmbH in Dachau. Der Betrieb ist Lkw- und Transporter-Servicevertragspartner von Mercedes und hatte deshalb nicht viele Wahlmöglichkeiten. Während Mercedes für die Transporter wie den Sprinter auch Geräte aus der Pkw-Schiene zulässt, erfüllt zurzeit nur ein einziges Gerät das seit Herbst letzten Jahres gültige Vermessungslastenheft für die Lkws. So griff Schneider zum HTA-MBHD, der von Mercedes freigegebenen Gerätevariante des DSP760T von Hunter. Diese Entscheidung fiel ihm nicht schwer: „Das Gerät hat die Freigaben für beide Klassen, und dank der geschickten Bedienerführung kann der Monteur im Gegensatz zu einem einfachen optomechanischen Gerät nichts falsch machen“, erklärt Schneider seine Kaufentscheidung.

Das Thema Achsvermessung behandeln die meisten Lkw-Betriebe im Gegensatz zu den Pkw-Werkstätten eher stiefmütterlich. Nur nach größeren Unfallschäden oder wenn die Werkstatt Teile der Lenkung erneuert hat, vermisst sie. Das liegt zum Teil an der aufwendigeren Vorgehensweise, wenn mehr als zwei Achsen ins Spiel kommen. Doch auch der Zeitaufwand ist um ein Vielfaches höher: Für die Felgenschlagkompensation muss der Monteur den Lkw mühsam achsweise freiheben. Ein bis zwei Stunden ohne Einstellarbeiten sind da schnell vorbei – kein Wunder, dass die Betriebe nur auf direkten Kundenwunsch die Spur prüfen oder wenn es technisch unumgänglich ist.

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