May & Olde verbucht Rekordumsatz

Weniger Verkäufe, aber mehr Ertrag im Neuwagengeschäft

| Autor: Andreas Wehner

Christian Rönsch, geschäftsführender Gesellschafter von May & Olde, will den Umsatz im laufenden Jahr erneut steigern.
Christian Rönsch, geschäftsführender Gesellschafter von May & Olde, will den Umsatz im laufenden Jahr erneut steigern. (Bild: Wehner / »kfz-betrieb«)

Das BMW- und Mini-Autohaus May & Olde mit Sitz in Halstenbek bei Hamburg hat im vergangenen Jahr den höchsten Umsatz seiner Unternehmensgeschichte erzielt. 125,4 Millionen Euro entsprachen einem Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der geschäftsführende Gesellschafter von May & Olde, Christian Rönsch, am Donnerstag bei einem Pressegespräch mitteilte.

Dabei waren die Neuwagenverkäufe leicht rückläufig. May & Olde lieferte im vergangenen Jahr insgesamt 1.301 neue BMW- und Mini-Fahrzeuge aus (Vorjahr: 1.359). Positiv war jedoch: Obwohl die Stückzahlen zurückgingen, verdiente das Unternehmen im Neuwagengeschäft mehr Geld. Als Gründe nennt Rönsch die höherwertige Ausstattung der verkauften Fahrzeuge und die gute Zielerreichung und damit Boni-Ausschöpfung. Die erfolgreichsten Modelle bei May & Olde waren das kompakte SUV X1 sowie der Van 2er Active Tourer.

Im Gebrauchtwagengeschäft lief es anders herum. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge stieg deutlich von 2.364 im Jahr 2015 auf 2.506 Fahrzeuge im vergangenen Jahr. Allerdings drückten zu hohe Restwerte der Leasingrückläufer ertragsseitig auf die Bilanz. Diese Thematik beschäftigt das gesamt BMW-Netz schon seit dem vergangenen Jahr. Die Entwicklung sorgte dafür, dass der Deckungsbeitrag 3 bei May & Olde insgesamt etwas niedriger war als im Vorjahr. „Ohne diese Restwert-Problematik wäre 2016 ein hervorragendes Jahr gewesen. So können wir allenfalls von einem guten Jahr sprechen“, resümierte Rönsch.

Trotz aller Widrigkeiten rechnet er für das laufende Jahr mit Wachstum. Der Umsatz soll steigen, mehr als 1.400 Neuwagen und über 2.400 Gebrauchtwagen will Rönsch an Kunden ausliefern.

Einen besonderen Fokus legt May & Olde in diesem Jahr auf die Ausbildung. Erstmals will das Unternehmen einen „Azubi Day“ veranstalten. Dann sollen für die Auszubildenden neben Training und Informationen auch Spaß und Teamarbeit im Mittelpunkt stehen.

Wie alle BMW-Händler rüstet auch May & Olde seine Standorte derzeit auf die aktuellen CI-Vorgaben des BMW-Konzepts „Future Retail“ um. In diesem Jahr stehen noch an drei Standorten Umbaumaßnahmen an. Während sich die Arbeiten in Rendsburg bereits in der Endphase befinden, sind sie in Kaltenkirchen noch in vollem Gange. Zum Jahresende folgt als letzter Betrieb der Gruppe das Autohaus in Quickborn. May & Olde hat dann insgesamt 1,5 Millionen Euro in die Neugestaltung der Standorte investiert.

May & Olde ist der größte BMW-Händler in Schleswig-Holstein. Die Gruppe beschäftigt momentan 246 Mitarbeiter an 7 Standorten. Das Unternehmen feierte im vergangenen Jahr sein 15-jähriges Bestehen.

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