Mini auf der IAA: Von elektrisch bis extrem sportlich

Elektromodell kommt 2019

| Autor: Andreas Wehner

Mit dem John Cooper Works GP Concept gibt Mini auf der IAA einen Ausblick auf einen möglichen rennstreckentauglichen Sportler.
Mit dem John Cooper Works GP Concept gibt Mini auf der IAA einen Ausblick auf einen möglichen rennstreckentauglichen Sportler. (Bild: Mini)

Mini will 2019 sein erstes rein elektrisches Serienmodell auf den Markt bringen. Auf der IAA in Frankfurt (14. bis 24. September) zeigt das Fabrikat mit dem Electric Concept bereits einen recht konkreten Ausblick. Als Basis für die Studie fungiert der Mini-Dreitürer. Das Design kombiniert markentypische Proportionen und Gestaltungsmerkmale mit optischen Details, die auf den E-Antrieb hinweisen.

Wegen der besseren Aerodynamik ist der Kühlergrill geschlossen, eine Akzentspange mit E-Badge sorgt für Wiedererkennungswert. Anbauteile aus Fiberglas dienen zur Reduzierung des Luftwiderstands. Die LED-Scheinwerfer haben eine charakteristische Grafik, die Rückleuchten erinnern an den Union Jack, die britische Flagge, und weisen so auf die Herkunft der Marke hin.

Die Lackierung in den Farben Silber und Gelb erinnert an den im Jahr 2008 vorgestellten Mini E. Dieses in Kleinserie gebaute Fahrzeug fungierte unter anderem als Testmodell für die Technik des heutigen BMW i3. Von ihm könnte auch der Antrieb des kommenden Elektro-Mini stammen, über den sich der Hersteller aktuell noch ausschweigt. Vor allem der 135 kW/184 PS starke E-Motor des sportlicheren i3s käme für Mini in Frage.

Für Rennstrecke und Straße

Dass Mini auch rennstreckentaugliche Sportwagen bauen kann, soll ein weiteres Konzeptfahrzeug auf der IAA zeigen. Der Mini John Cooper Works GP Concept macht den Stand der Marke zur Boxengasse. Die groß dimensionierten Front- und Heckschürzen, die aerodynamisch optimierten Seitenschweller und vor allem der markante, fast schon überdimensional große Heckspoiler machen klar: Hier kommt ein Renner. Zum Einsatz kamen CFK und andere Leichtbaumaterialien.

Im Interieur lassen Überrollkäfig, Schalensitze, ein puristisch gestaltetes Cockpit und der Verzicht auf eine Fondsitzbank die sportlichen Ambitionen der Studie erkennen. Trotz des Purismus findet digitale Technik ihren Platz: ein Head-up-Display soll die Konzentration auf das Renn- und Fahrgeschehen erleichtern. Die Fahrwerkseinstellung erfolgt über ein Touch-Display im Zentralinstrument.

Zum Antrieb verrät die BMW-Tochter auch bei der GP-Studie nichts, außer dass – wenig überraschend – ein Turbomotor zum Einsatz kommt. Auch ob die aktuelle Mini-Generation tatsächlich ein serienmäßiges GP-Modell erhalten soll, ist offenbar noch nicht klar. Mit der IAA-Studie will der Autobauer wohl zunächst die Publikumsreaktionen austesten.

Mini auf der IAA: Halle 11, Stand A02

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