03.02.2012 | Autor: Jan Rosenow
Wer immer einmal sehen wollte, wie eine Harley-Davidson Softail ohne all ihren Chromschmuck aussieht, der sollte sich die Slim anschauen. Das neue Sondermodell hat die Company im Stil der Bobber der 40er und 50er Jahre gestaltet – flach, abgespeckt und befreit von überflüssigem Zierrat.
Der tief angeordnete Solositz und das schlanke Heck mit gekürztem Schutzblech prägen das minimalistische Design. Zahlreiche Verkleidungen wurden weggelassen und damit der Motor optisch betont. Dank des Softail-Fahrwerks mit verdeckt unter dem Motor angeordneten Federbeinen ergibt sich ein klassischer Starrrahmenlook. Das ABS haben die Macher glücklicherweise nicht weggelassen, es ist in der Softail Slim serienmäßig.
Motor, Felgen, Luftfilter, Scheinwerfer, Gabelbrückenabdeckung und viele andere Bauteile sind schwarz lackiert. Die wuchtigen 16-Zoll-Speichenräder an Front und Heck, der breite, mit einer Querstrebe versehene Lenker und die massige Gabel sorgen dafür, dass die Slim trotz ihres Namens alles andere als schwindsüchtig wirkt. Dabei hilft auch der Motor mit seinem Drehmoment von 132 Newtonmetern bei 3.250 U/min sowie mit einer Leistung von 58 kW/79 PS bei 5.250 U/min.
Die neue Softail Slim ist zu Preisen ab 18.795 Euro (Österreich: ab 22.295,- Euro) ab sofort zu haben.
Nicht ganz soweit zurück in die Motorradgeschichte schielen die Amerikaner mit dem zweiten neuen Modell – der Sportster Seventy Two. Die Modellbezeichnung soll nicht nur an die 70er Jahre erinnern, sondern auch an die US-Route 72, den beliebten Cruising-Boulevard in East Los Angeles. Hier wurde der Look geboren, vor dem sich das Team um die Harley-Davidson-Designer Willie G. Davidson und Frank Savage mit der Seventy-Two verneigt.
Der Mini-Ape-Lenker mit innen verlegten Kabeln, der tiefe Solositz, die vorverlegten Fußrasten und das schlanke 21-Zoll-Drahtspeichenvorderrad sind klassische Chopper-Zutaten. Die Weißwandreifen unterstreichen den Old-School-Look. Der kleine, nur knapp acht Liter fassende Tank lenkt den Blick unweigerlich auf den V2. Mit 49 kW/67 PS bei 5.950 U/min und einem maximalen Drehmoment von 96 Newtonmetern bei 3.500 U/min ist der „kleine“ Harley-Motor in Bestform.
Auf Wunsch gibt es einen speziellen Glitterlack mit Metallic-Partikeln, die deutlich größer sind als in herkömmlichen Lacken. Überhaupt lässt sich die Sportster Seventy-Two mit Teilen aus dem unerschöpflichen Zubehörangebot der Firma nächträglich in jede Richtung weiterentwickeln. Das Grundmodell wartet zu Preisen ab 10.795 Euro (Österreich: ab 12.995 Euro) beim nächsten Harley-Händler.
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