31.08.2010 | Redakteur: Andreas Grimm
Mit einer Benefizveranstaltung hat sich das Sozialprojekt „Drift & Run“ gegen Gewalt an Schulen viel Aufmerksamkeit verschafft. Mit dem Projekt von Sami Ebel, ChefRedakteurin des Magazins Supermoto Aktuell, sollen Schüler ein qualifiziertes und betreutes Angebot nach der Schule erhalten. Dabei stehen neben einer sinnvollen Ergänzung zum Sportunterricht auch die Förderung sportlicher Neigungen sowie die pädagogische Ausrichtung im Vordergrund. Begleitet werden die Jugendlichen durch ausgebildete Sport- und Fahrtrainer.
Das Projekt sieht Motorsport als wichtigen Faktor des sozialen Lernens. Die teilenehmenden jungen Menschen haben neben der Ausdauerdisziplin Laufen auch die Möglichkeit, ein Motorradtraining zu absolvieren. Dadurch sollen sie vor allem Werte wie Fairplay und Disziplin kennen lernen, schließlich haben aggressives und unkontrolliertes Handeln im Motorradsport keinen Platz.
Daher sollen die Teilnehmer in den Gruppen Respekt vorm Gegner entwickeln und lernen, bestehende Regeln anzuerkennen. „Der Wettbewerb auf der Rennstrecke fungiere als Ventil für Wut und Ärger und bietet alternative Verhaltensmuster an“, heißt es in einer Mitteilung des Projekts. Ein Übertragen der erlernten Fähigkeiten in den Alltag ist das große Ziel dieser Aktion.
Für Initiatorin Sami Ebel war das Wochenende am Hockenheimring ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Gewalt an Schulen. Die Benefizveranstaltung im Fahrsicherheitszentrum des ADAC bot dem Projekt „Drift & Run“ eine wichtige Plattform. Motorsport und Musik sorgten für Aufmerksamkeit und Mittel für das Vorhaben.
Das FSZ-Gelände und das sommerliche Wetter boten den Supermoto- und Driftveranstaltungen beste Bedingungen. Neben dem offenen Fahrerlager und der Rennaction auf der abgesteckten Strecke sorgten abends die Events auf der Showbühne für Abwechslung. Am Samstag waren die heißen Öfen auf dem Asphalt. Den ganzen Tag über standen Trainings- und Rennläufe in diversen Supermotoklassen an. Zwischendurch begeisterten Deutschlands beste Drifter mit qualmenden Reifen und Burnouts die Besucher, auch der Beifahrersitz im Drifttaxi war heiß begehrt.
Eine dauerhafte Kooperation mit Schulen und Vereinen ist in der Planungsphase. Hierfür wurde ein Antrag auf Bildung einer Sportarbeitsgemeinschaft für das Schuljahr 10/11 gestellt, nachdem die sieben Monate andauernde Testphase im Juli abgeschlossen wurde.
Sami Ebel zeigte sich über die Ausmaße im Vorfeld beeindruckt. „Mittlerweile ist es kein reines Supermoto-Event mehr, sondern ein Motorsport-Benefizevent mit Open-Air-Festival.“ Beeindruckt ist sie über die Unterstützung, die das Projekt inzwischen erfährt, beispielsweise von Ex-“Söhne Mannheims“-Sänger Claus Eisenmann, Joey Kelly oder Ralf Richter.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 358767) | Fotos: Archiv
Kommentar zum Beitrag schreiben