Absatzrekord: BMW legt um 6,1 Prozent zu

Verkäufe in China steigen nur um 1,7 Prozent

| Autor: Andreas Wehner

Der 2er BMW – hier in der Variante Gran Tourer – war bei den Kunden im vergangenen Jahr besonders beliebt.
Der 2er BMW – hier in der Variante Gran Tourer – war bei den Kunden im vergangenen Jahr besonders beliebt. (Foto: BMW)

Der BMW-Konzern hat 2015 erneut einen Rekordabsatz erzielt. Der Autobauer verkaufte im vergangenen Jahr einer Pressemitteilung zufolge weltweit 2,25 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. Das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014. Damit hat der Konzern zum fünften Mal in Folge seine Jahresabsatzzahlen verbessert. Allerdings gab es zum Jahresende einen kleinen Rückschlag. Im Dezember sank der Absatz um 0,8 Prozent auf 214.000 Einheiten.

„Unser Absatz ist trotz des Gegenwinds in einigen Märkten während des gesamten Jahres beständig gewachsen”, sagte BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson. Für das laufende Jahr ist er vorsichtig: „Wir erwarten, dass viele dieser Herausforderungen auch 2016 bestehen bleiben. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin flexibel auf aktuelle Marktbedingungen reagieren, um in der Erfolgsspur zu bleiben“, so der Vertriebs-Chef.

BMW 2er Gran Tourer: Jetzt auch ein Siebensitzer

Die Marke BMW konnte mit 1,9 Millionen Fahrzeugauslieferungen (+5,2%) auch 2015 ihre Führungsposition unter den Premiumherstellern behaupten. Die Konkurrenten Mercedes und Audi verkauften im vergangenen Jahr 1,87 beziehungsweise 1,80 Millionen Autos.

Unter den BMW-Modellreihen war beispielsweise der 2er mit 157.000 verkauften Einheiten bei den Kunden besonders beliebt. Allerdings waren in dieser Baureihe auch zwei komplett neue Modelle an den Start gegangen, die es bei BMW vorher nicht gegeben hatte: Die beiden Vans Active Tourer und Gran Tourer. Mit über 107.000 ausgelieferten Einheiten entfielen mehr als zwei Drittel des 2er-Absatzes diese beiden Modelle.

Knapp 30.000 i-Modelle lieferte der Münchner Konzern im vergangenen Jahr aus. Dabei entfielen etwas mehr als 24.000 Einheiten auf das Elektroauto i3 und rund 5.500 auf den Hybrid-Sportler i8.

Mini Clubman: Vergrößerter Lifestyle-Kombi

Die Kleinwagenmarke Mini steigerte 2015 mit 338.000 verkauften Fahrzeugen die Auslieferungszahlen um 12 Prozent und erzielte das beste Absatzergebnis aller Zeiten. Nicht so gut lief es dagegen im Luxus-Segment. Bei Rolls-Royce brach die Nachfrage im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent auf 3.785 Fahrzeuge ein – immerhin noch das zweitbeste Verkaufsergebnis der Geschichte. Vor allem auf dem wichtigen chinesischen Markt musste die Luxus-Marke Absatzverluste hinnehmen.

Mit BMW und Mini verbuchte der Konzern in China jedoch noch ein leichtes Wachstum (+1,7%). In der gesamten Vertriebsregion Asien betrug der Zuwachs 4,2 Prozent. Damit wuchs der Autobauer dort immer noch stärker als in Amerika, wo der Absatz von BMW- und Mini-Fahrzeugen im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent kletterte. In Europa war das Plus dagegen deutlicher. Mit fast einer Millionen verkauften BMW- und Mini-Fahrzeugen und einem Plus von 9,4 Prozent war der Heimatkontinent des Autobauers der wichtigste Absatzbringer.

Die Verkäufe von BMW Motorrad legten 2015 um 10,9 Prozent auf 137.000 Einheiten zu.

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