Ebert übernimmt Skoda-Autohaus in Bensheim

Autohaus Langer hatte Insolvenz angemeldet

| Autor: Christoph Seyerlein

Das Skoda-Autohaus in Bensheim ist seit 28. Dezember wieder geöffnet, jetzt als Teil der Ebert-Gruppe.
Das Skoda-Autohaus in Bensheim ist seit 28. Dezember wieder geöffnet, jetzt als Teil der Ebert-Gruppe. (Foto: Ebert)

Die Ebert-Gruppe investiert weiter in Skoda. Wie das Unternehmen mitteilte, übernahm es kurz vor Jahreswechsel das Autohaus Langer in Bensheim. Der Betrieb hatte Mitte November des vergangenen Jahres einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Darmstadt gestellt. Die Auslieferung der bestellten Neuwagen an Kunden, die das Autohaus daraufhin wegen der finanziellen Probleme stoppen musste, will der neue Besitzer nach eigenen Angaben nun sukzessive abwickeln.

Ebert war bislang direkt neben dem Skoda-Betrieb an der Amperestraße mit einem Mercedes- und Smart-Autohaus in Bensheim vertreten. Die Gruppe hat nun den Gebäudekomplex des ehemaligen Autohauses Langer angemietet. Die 17 von der Insolvenz betroffenen Mitarbeiter hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge übernommen. Ebert will in Bensheim künftig 150 neue Skoda-Fahrzeuge und 100 Gebrauchtwagen pro Jahr verkaufen. Insgesamt rechnet das Unternehmen an seinen Skoda-Standorten mit jährlich 400 verkauften Neuwagen und 300 Gebrauchten.

Joachim Langer, Inhaber des pleite gegangenen Vorgängerbetriebs, war erst im Mai 2015 mit seinen Mitarbeitern vom Berliner Ring in den Neubau an der Amperestraße gezogen. Wie mehrere lokale Medien berichteten, hatte sich der Händler dabei aber verkalkuliert. Letztendlich klaffte die Schere zwischen laufenden Kosten und Verkaufserlösen zu weit auseinander. Auch der VW-Skandal und die insgesamt angespannte Autobranche hätten zum Aus beigetragen.

Die Ebert-Gruppe ist nach eigenen Angaben eines der größten Autohäuser in der Metropolregion Rhein-Neckar. Insgesamt arbeiten 200 Mitarbeiter, davon 32 Azubis, in den fünf Betrieben in Weinheim, Bensheim, Hirschberg und Michelstadt. Das Portfolio des Unternehmens umfasst die Marken Mercedes-Benz, Smart, Skoda und Jeep im Verkauf sowie Serviceleistungen für Dodge und Chrysler. Im vergangenen Jahr verkaufte die Gruppe nach eigenen Angaben fast 2.200 Autos, davon gut 900 Neuwagen. Der Umsatz lag bei gut 92 Millionen Euro.

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