VW: Verwirrung um Rückruf-Vergütung

Agenturmeldung: Händler verdienen „praktisch nichts“

| Autor: Christoph Seyerlein

(Foto: Wehner)

Entgegen anderslautenden Medienberichten zeichnen VW-Partner in einer ersten Einschätzung ein positives Bild vom Start der Rückruf-Aktion im Zuge der Abgas-Affäre. Ein Händler widersprach auf Nachfrage von »kfz-betrieb« einer Agenturmeldung, wonach alle Partner 60 Euro pro Fahrzeug vom Hersteller erhalten. Der tatsächliche Betrag variiert je nach Stundenverrechnungssatz der einzelnen Betriebe. In der Agenturmeldung hatte es zudem geheißen, dass VW-Partner an der Aktion „praktisch nichts“ verdienen.

Der Konzern übernimmt laut dem Händler sämtliche Kosten für Ersatzmobilität wie Hol-und-Bring-Service für die Autos der Kunden oder – falls nötig – einen Ersatzwagen. Hier liege die Pauschale bei 65 Euro pro Fahrzeug. „Insgesamt geht die Vergütung für mich damit in Ordnung“, sagte der Händler. Volkswagen selbst wollte auf Nachfrage keine Details zur Vergütung nennen.

Generell gelte es das Beste aus der Situation zu machen. „Am wichtigsten ist es jetzt zunächst einmal, dass die Sache für unsere Kunden reibungslos abläuft“, sagte der VW-Partner.

Rückruf für 8.000 Amaroks läuft

Volkswagen hatte am Mittwoch die größte Rückrufaktion der Konzerngeschichte gestartet. Das Kraftfahrt-Bundesamt gab die Umrüstung der betroffenen Pick-up-Trucks vom Typ Amarok frei. In Deutschland geht es dabei zunächst um rund 8.000 Modelle. „VW wird die Halter dieser Fahrzeuge entsprechend informieren.“ Die Freigaben für die weiteren betroffenen Modelle befinden sich derzeit beim Kraftfahrt-Bundesamt noch in der Prüfung, wie es hieß. Insgesamt muss VW in Deutschland rund 2,4 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten holen, um diese nachzubessern.

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