Kia Sportage: Mehr Platz, mehr Sport

Einstiegspreis auf 19.990 Euro gesunken

| Autor: Andreas Wehner

Der neue Kia Sportage soll 2016 für 13.500 Verkäufe gut sein.
Der neue Kia Sportage soll 2016 für 13.500 Verkäufe gut sein. (Foto: Kia)

Er zählt zu den Pionieren im Kompakt-SUV-Segment und ist für Kia in Deutschland ein Beststeller: Über 100.000 Sportage wurden seit dem Start der ersten Generation im Jahr 1994 verkauft. Im vergangenen Jahr löste der Sportage mit fast 13.000 verkauften Einheiten den Ceed als meistverkauftes Kia-Modell in Deutschland ab. Der neue Sportage, der ab 30. Januar erhältlich ist, soll beim Absatz noch eine kleine Schippe drauflegen. 13.500 Einheiten haben sich die Kia-Verantwortlichen in diesem Jahr vorgenommen.

Die vierte Modellgeneration des Sportage kommt optisch sportlicher und muskulöser daher. Der markentypische, in der Mitte etwas eingeschnürte Kühlergrill ist jetzt von den Scheinwerfern deutlich abgesetzt. So wird das SUV zum Großmaul und verliert die gedrungene Knuffigkeit, die der Vorgänger noch hatte.

Gleichzeitig ist der Sportage gewachsen. Im Vergleich zum Vorgänger legte das aktuelle Modell in der Länge um 4 Zentimeter auf 4,48 Meter zu, der Radstand wuchs um drei Zentimer auf 2,67 Meter. In Kombination mit den neu konzipierten Sitzen sollen so alle Insassen mehr Platz haben. Auch das Kofferraumvolumen wuchs von 465 auf 503 Liter – allerdings inklusive des Ablagefachs im Boden. Durch Umklappen der asymetrisch geteilten Rücksitzlehne vergrößert sich das Gepäckabteil auf bis zu 1.492 Liter. Die Rücksitzlehne lässt sich dabei auch in der Neigung verstellen.

Antriebsseitig stehen künftig zwei Benziner und drei Diesel von 85 bis 136 kW (115 bis 185 PS) zur Verfügung. Kia rechnet damit, dass sich 65 Prozent der Kunden für einen Selbstzünder entscheiden werden und 35 Prozent zu einem Benziner greifen. Der stärkere der beiden ist der neue 1,6-Liter-Turbobenziner der Koreaner. Er leistet im Sportage 130 kW/177 PS und ist exklusiv in der sportlichen Ausstattungsvariante GT Line erhältlich.

Sie verfügt über weitere Alleinstellungsmerkmale wie ein straffer abgestimmtes Fahrwerk. Hinzu kommen ein spezieller Kühlergrill, Nebelscheinwerfer mit jeweils vier LED-Spots, ein Unterfahrschutz vorn und hinten, spezielle 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine Doppelrohr-Auspuffanlage, ein unten abgeflachtes Sportlenkrad und Sportpedale. Der Preis: 34.190 Euro.

Einstiegsmodell: Günstig, aber ziemlich nackt

Die Preisliste beginnt jedoch schon bei 19.990 Euro. Für den Vorgänger rief Kia noch mindestens 20.590 Euro auf. Dieser Einstiegspreis ist in erster Linie eine Werbebotschaft: Er liegt unter der psychologisch wichtigen 20.000 Euro-Marke. Dafür ist das Basismodell dann auch ziemlich nackt – und lässt sich auch nicht mit zusätzlichen Ausstattungspaketen aufwerten.

Dementsprechend rechnet Kia auch nicht mit vielen Käufern: Nur ein Prozent der Sportage-Kunden werden sich den Erwartungen des Importeurs nach für die Einstiegsvariante Attract entscheiden, die es nur mit dem 97 kW/132 PS starken Basisbenziner gibt. Mehr als die Hälfte der Kunden wird zu den mittleren Ausstattungslinien Vision oder Spirit greifen. Sie haben dann beispielsweise einen Geschwindigkeitsregelanlage, ein Navigationssystem mit sieben oder acht Zoll großem Display, eine Rückfahrkamera, beheizbare und elektrisch anklappbare Außenspiegel, eine Sitzheizung vorn und hinten, ein schlüsselloses Zugangssystem, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik oder ein Premium-Soundsystem von JBL an Bord.

Rund 10 Prozent des Sportage-Absatzes plant Kia mit der Top-Ausstattung Platinum. Sie beinhaltet unter anderem eine Lederausstattung, elektrisch verstellbare Sitze für Fahrer und Beifahrer, Sitzventilation vorn, eine sensorgesteuerte elektrische Heckklappe, ein automatisches Einparksystem oder das Panoramadach. Voll ausgestattet kostet der neue Sportage dann in Kombination mit dem 136 kW/185 PS starken Top-Diesel und Allradantrieb 42.190 Euro.

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