Gefahren: BMW 330e – Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Zwei Herzen, zwei Charaktere

| Autor: sp-x

Ab März gibt's den BMW 3er auch mit Stecker.
Ab März gibt's den BMW 3er auch mit Stecker. (Foto: BMW)

Spaß und Sparsamkeit will der neue, ab Anfang März erhältliche BMW 330e verbinden. Um den Spagat zwischen den zwei nicht immer kongruenten Zielsetzungen besser schaffen zu können, verfügt der Plug-in-Hybrid über eine Systemleistung von 185 kW/252 PS und ein maximales Drehmoment von 420 Nm. Nutzt man die Vorteile des Hybridantriebs soll sich der Bayer mit durchschnittlich 2,1 Liter Benzin plus 11,9 kWh Strom zufrieden geben. Wer sich ökologisch vorbildlich verhalten möchte, muss aber zunächst mindestens 43.500 Euro investieren.

Ein bisschen erinnert der 330e an Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Auf der einen Seite soll das Fahrzeug durch Effizienz beeindrucken. Das ist wichtig für die europaweit geltenden Vorgaben zum Flotten-CO2-Verbrauch, aber auch für Märkte wie die USA oder Japan, wo sparsame Dieselaggregate keine Alternative für eine Sportlimousine sind. Wie wichtig diese Märkte für den 330e sind, zeigt sich schon darin, dass das Fahrzeug ausschließlich als Limousine angeboten wird. Der nur in Europa beliebte Kombi (Touring) wird nicht hybridisiert.

Auf der anderen Seite gilt es natürlich, die sportliche Performance nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu kombiniert der Plug-in-Hybrid-Antrieb eine E-Maschine mit 65 kW/88 PS und einem maximalen Drehmoment von 250 Nm mit dem aus dem 320i bekannten, 135 kW/184 PS starken Vierzylinder. Die Systemleistung beträgt 185 kW/252 PS und ermöglicht ein maximales Drehmoment von 420 Nm. Der Lithium-Ionen-Akku mit 7,6 kWh ist unter dem Kofferraumboden untergebracht. Dessen Volumen liegt somit statt bei 480 nur noch bei 370 Liter.

Der Standardspurt gelingt in 6,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 225 erreicht. Noch ganz BMW-klassisch erfolgt die Kraftübertragung über die serienmäßige Achtgang-Automatik auf die Hinterräder. Da der E-Motor vor dem Getriebe platziert wurde, können die Getriebeübersetzungen auch bei rein elektrischem Antrieb genutzt werden. Das spart den Drehmomentwandler und so zusätzliches Gewicht. Immerhin wiegt der 330e 165 Kilogramm mehr als der ebenfalls 252 PS starke 330i.

Dass der 330e kein Leichtgewicht ist, fällt aber überhaupt nicht auf. Ein leichter Tritt aufs Gaspedal, schon stürmt er mächtig vorwärts. Der Elektromotor unterstützt den Twin-Turbo mit 100 Nm Drehmoment – kurzfristig sind sogar bis zu 250 Nm als Boostzugabe möglich – so dass immer reichlich Durchzugskraft zum Abruf bereit steht. Außerdem vermittelt die Gewichtsverteilung von 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse in Tateinheit mit Heckantrieb ein souveränes Fahrgefühl. In Kombination mit dem Sport-Modus geht so auf der Autobahn oder auf kurvenreichen Landstraßen sprichwörtliche Schmidts Katze ab.

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