Kleinbusse: Franko-japanische Raumvorteile

Citroën, Peugeot und Toyota bringen baugleiche Modelle

| Autor: sp-x

Citroën, Peugeot und Toyota wollen jeweils mit ihrem baugleichen Van – hier in der Version Peugeot Traveller – dem VW Multivan Konkurrenz machen.
Citroën, Peugeot und Toyota wollen jeweils mit ihrem baugleichen Van – hier in der Version Peugeot Traveller – dem VW Multivan Konkurrenz machen. (Foto: Peugeot)

Zu dritt geht es besser: Toyota, Citroën und Peugeot zeigen auf dem Genfer Autosalon (3. bis 13. März) ihr neues, gemeinsam gebautes Kleinbusmodell. Mit bis zu neun Sitzen, moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Innenraum sollen die Drillinge nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Familien überzeugen. Die Markteinführung von Citroën Spacetourer, Peugeot Traveller und Toyota Proace erfolgt noch in der ersten Jahreshälfte.

Bereits seit 2013 arbeiten Toyota und der PSA-Konzern im Segment der mittelgroßen Transporter zusammen. Alle drei Modelle laufen seitdem im Werk Sevel Nord nahe Paris vom Band. Mit den Neuauflagen startet nun die dritte Generation der Nutzfahrzeuge zunächst in der bestuhlten Version. Passend dazu gibt es neue Namen: Aus dem Citroën Jumpy Multispace wird der Spacetourer und aus dem Peugeot Expert Tepee der ebenfalls dem Reisen verhaftete Traveller. Allein Toyota bleibt beim bekannten Namen Proace.

Genaue technische Daten nennt bislang nur Citroën, sie dürften aber nahezu exakt auch für die beiden Modellbrüder gelten. Demnach hat der Kunde die Wahl zwischen drei Längen. Neben der üblichen „Normal“-Version mit 4,95 Metern und der 5,30 Meter messenden Langversion gibt es erstmals eine 4,60 Meter kurze Kompaktvariante. Maximal haben im Spacetourer neun Insassen Platz, alternativ passen bis zu 2.932 Liter Gepäck hinter die Heckklappe. Als technische Basis nutzen die Hersteller erstmals die neue EMP2-Plattform von PSA, die auch Pkw wie den Kompakt-Van Citroën C4 Picasso trägt.

Der Spacetourer bemüht sich auch bei der Ausstattung, die Komfort- und Technik-Distanz zu den klassischen Personenwagen zu minimieren. So öffnen die seitlichen Schiebetüren auf Wunsch nach einem angedeuteten Fußtritt unter den Seitenschweller. Ähnliches kennt man bislang nur von Heckklappen bei Kombis und SUV. Umsorgt fühlen sollen sich die Insassen auch nach dem Einstieg: Innen gibt es verschieb- und drehbare Sitze, ein optionales Glasdach soll für angenehmes Lichtklima sorgen und bei der Geräuschdämmung verspricht Citroën, sich besondere Mühe gegeben zu haben.

Dazu kommt ein breites Programm an Technik-Optionen, etwa ein Head-up-Display, eine 180-Grad-Rückfahrkamera und einen Touchscreen mit der Smartphone-Anbindung „Mirror Screen“. Für Sicherheit an Bord sollen unter anderem Totwinkel-Assistent, Spurverlassens-Warner und ein Notbremssystem für den Stadtverkehr sorgen. Unsichere oder müde Fahrer soll ein neuer Aufmerksamkeitsassistent warnen, der sich auf eine Kameraüberwachung des Innenraums stützt.

Das Motorenprogramm umfasst zum Start vier Diesel mit Leistungswerten zwischen 72 kW/98 PS und 133 kW/180 PS. Geschaltet wird manuell, beim Top-Selbstzünder ist eine Sechsgang-Automatik Serie, beim kleinsten Motor ein automatisiertes Schaltgetriebe Option. Angetrieben werden jeweils die Vorderräder, Allradantrieb bieten die Hersteller in Kooperation mit einem Umrüster an. Preise für den Citroën und die beiden anderen Modelle sind noch nicht bekannt. Aktuell werden für die vergleichbaren Vorgängermodelle ab knapp 30.000 Euro aufgerufen.

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