Ein steiniger Weg steht bevor

Volvo und Volvo-Händlerverband wollen intensiver kooperieren

28.01.2008 | Redakteur: Julia Mauritz

Suchen das Gespräch mit dem Importeur (v. l. n. r.): Michael Hedtke, 2. stellv. Vorsitzender Volvo-HV, Horst Haese, Beisitzer, Thomas Schiemann, Beisitzer, Dominik Weber, 1. stellv. Vorsitzender Volvo-HV, Steffen Rebmann, Beisitzer, Heinz Preiss, 1. Vorsitzender des Volvo-HV, Georg Hilgers, Geschäftsführer Volvo-HV.

„Wir haben das Tal der Tränen erreicht und müssen alles tun, um dort herauszukommen.“ Dieses Fazit zog Heinz Preiss, Präsident des Volvo-Händlerverbans, auf der Jahreshauptversammlung Ende Januar in Nürnberg.

2007 hatte Volvo in Deutschland statt der geplanten 40.000 Einheiten 33.485 Neufahrzeuge verkauft. Im Vergleich zu 2006 (37.737 verkaufte Einheiten) verzeichnete Volvo ein Absatzminus von 9,6 Prozent und lag damit im letztjährigen Markt-trend.

Die wichtigste Aufgabe und gleichzeitig größte Herausforderung sei es, die schwache Händlerrendite umzukehren, sagte Preiss. Da eine signifikante Markterholung nicht zu erwarten sei, müsse man andere Wege finden, um das Ruder herumzureißen.

In Arbeitskreisen will der Volvo-Händlerverband mit Vertretern des Importeurs die unterschiedlichsten Bereiche durchleuchten – vom Marketing über Aftersales bis hin zu den Betriebsführungskosten. Das Ziel: Kostenstrukturen optimieren und Strategien für die Zukunft entwickeln.

Regelmäßige Treffen

Geplant ist, dass die Ausschüsse im vierwöchigen Rhythmus mit dem Importeur kommunizieren. Dazu hat sich der Volvo-Händlerverband auch strukturell leicht verändert.

Heinz Preiss unterstrich, dass der Verband im vergangenen Jahr einiges für seine Mitglieder erreicht habe. Im Leasinggeschäft konnte der Verband eine deutliche Veränderung herbeigeführen: Die bei Rücknahme vom Handel festgestellten Fahrzeugmängel werden direkt zwischen Volvo Auto Leasing und den Kunden abgerechnet.

Große Fortschritte wurden auch bei der Vorhaltung der Lager- und Vorführwagen erreicht: Je nach Unternehmensgröße können die Händler – mit wenigen Modellausnahmen – zwischen Lager- und Vorführwagenhaltung wählen.

Dauerbrennerthemen

Zur Sprache kamen auf der Händlertagung weiterhin die Preispositionierung, das Zielgruppenmarketing sowie Absatzprobleme bei einigen Modellen. Auch die Einführung des neuen Volvo XC60 beschäftigte die Teilnehmer, unter anderem wegen des Themas Spezialwerkzeuge. Hersteller und Handel wollen die Einführungsaktivitäten eng aufeinander abstimmen.

Zur Jahreshauptversammlung waren auch die komplette Geschäftsführung des Importeurs und Vertreter der Volvo-Bank angereist. Thomas Viehweg, Geschäftsführer von Volvo Car Germany, stand den rund 110 Teilnehmern Rede und Antwort und bekräftigte, den schwierigen Weg im engen Schulterschluss mit dem Händlerverband meistern zu wollen: „2007 mussten wir unsere Verkaufsziele deutlich senken. Auch 2008 wird kein leichtes Jahr. Wir müssen gemeinsam die richtigen Entscheidungen für die Folgejahre treffen.“

Die Weichen stellen

Viehweg betonte, dass das Händlernetz gut aufgestellt sei und er im Hinblick auf die auslaufende GVO keine Umstrukturierung des Händlernetzes oder Kündigungen plane. „Es liegt uns sehr am Herzen, unseren Händlern Planungssicherheit zu geben“, unterstrich Viehweg. Heinz Preiss lobte das offene Gesprächsklima mit dem Importeur: „Volvo hat Verständnis für den Handel gezeigt und wir hoffen, dass dies so bleibt.“ Die teilnehmenden Händler bestätigten Heinz Preiss einstimmig in seinem Amt. Ebenfalls einstimmig wählten sie Michael Hedtke als zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Volvo-Händlerverbands.


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