16.10.2009 | Autor: Silvia Lulei
Statt lange zu theoretisieren, ließ Workshopmoderator Jascha Bräuer die Teilnehmerinnen kreativ zur Tat schreiten. Schließlich kannte jede von ihnen das Problem. Nur fehlte der einen oder anderen die Idee für eine wenig aufwendige, aber hocheffektive Marketingaktion.
Bräuer kann auf mehrere Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Autohäusern zurückblicken. Von Mailings bis zu Großevents hat er auf der kompletten Marketingklaviatur gespielt. Nach kurzer Selbstständigkeit ist er erst seit wenigen Wochen verantwortlich für das Vertriebsmarketing bei der Santander Consumer Bank. Ein Profi also, der Marktkenntnis besitzt und weiß, wie man Autohändler(innen) aus der Reserve lockt.
Die erste Aufgabe, die er den Unternehmerinnen stellte, war: Beziehen Sie klare Position! Wollen Sie auf Teufel komm raus sparen oder eine Veränderung um jeden Preis? Die Gruppenarbeit führte zu hitzigen Diskussionen und notwendigen Einsichten. Denn eines ist klar: Am Marketing wird immer zuerst gespart – und dennoch braucht es jedes Autohaus.
Die Teilnehmerinnen stellten eine Reihe von budgetschonenden Ideen zusammen, die dennoch Wirkung zeigen. Ein wichtiger Hinweis: Jedes Unternehmen sollte sich über seine Marketingziele im Klaren sein und nicht blindlings jede Möglichkeit der Werbung wahrnehmen.
Wohldosiert und selektiv sollten die Werbemaßnahmen für zumindest das nächste Jahr sein. Die Umweltprämie brachte den Autohäusern der Teilnehmerinnen des Workshops 60 bis 70 Prozent Neukunden. Das ist ein hoher Prozentsatz an Neuzugängen und gleichzeitig eine interessante Klientel für die Werkstatt. Viele dieser Kunden ließen bislang ihre Autos in der freien Werkstatt auf Herz und Nieren prüfen. Vertragswerkstätten haben jetzt die Chance, sie für sich zu gewinnen.
Zusammen mit den Teilnehmerinnen erarbeitete Bräuer einen Maßnahmenkatalog, der sich aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzt. Eine Arbeitsgruppe „erfand“ sogar ein Abwrack-Event, bei dem sich das Autohaus seinen neuen Kunden optimal präsentieren kann und das auch die örtliche Presse interessieren dürfte.
Wer an dieser Stelle auf konkrete Details wartet, wird enttäuscht sein: Die vielen guten Ideen sind den Teilnehmerinnen des Unternehmerinnenkongresses vorbehalten. Schade? Am besten ist es, das nächste Mal selbst dabeizusein.
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