03.03.2010 | Autor: Andreas Wehner

Der Fahrzeugabsatz läuft bei Daihatsu Deutschland in diesem Jahr schleppend an. „Wir lagen im Januar und Februar bei etwa 80 Prozent unserer geplanten Ziele“, sagte Geschäftsführer Matthias Heinz auf dem Genfer Salon im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. Die japanische Kleinwagenmarke liegt nach den ersten zwei Monaten dieses Jahres verglichen mit 2009 um 72 Prozent im Minus. Gegenüber 2008 sind es 60 Prozent. In den ersten beiden Monaten verkaufte der Importeur nur etwas mehr als 800 Einheiten.
„Wir haben eine Verkaufsaktion laufen, die allerdings erst im Februar kommuniziert wurde. Zudem hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärt Heinz die Zahlen. Er sei jedoch zuversichtlich, im März die geplanten 700 Neuzulassungen erreichen zu können. Daihatsu hält auch an seinem Ziel fest, zum Jahresende mit etwa 10.000 Einheiten auf dem Vorjahresniveau zu landen.
Der Importeur habe Kleingewerbetreibende verstärkt ins Visier genommen und der Gewerbemarkt werde wachsen. Zudem sei Daihatsu mit seiner Modellpalette in Segmenten unterwegs, die auch künftig boomen würden, begründete der Geschäftsführer die von den Händlern als zu ambitioniert kritisierten Ziele.
Trotz des schlechten Abschneidens im vergangenen Jahr sieht Heinz keine gravierenden Auswirkungen im Händlernetz. Es habe „eine knappe Handvoll“ Insolvenzen gegeben, das sei aber normal. „Ich bin optimistisch, dass kleine Familienbetriebe nicht so stark betroffen sind“, so Heinz. Das Daihatsu-Netz besteht derzeit aus 320 Händlern und 70 Servicebetrieben.
Neue Modelle sind bei Daihatsu nicht in Sicht. Der in Japan neu vorgestellte Boom, dessen Vorgänger in Deutschland als Sirion verkauft wird, werde nicht eingeführt, sagte Heinz. In Sachen alternative Antriebe ist bei der japanischen Kleinwagenmarke in den nächsten Jahren nichts geplant. Daihatsu sei zwar beim Mutterkonzern stark in die Entwicklung neuer Technologien involviert, habe aber bereits sehr verbrauchgünstige Modelle im Programm. „Daher sehen wir kurzfristig keine Notwendigkeit“, erklärte Heinz.
Ein weiterer Faktor sei der höhere Preis beispielsweise für Hybridfahrzeuge, der sich bei einer Kleinwagenpalette viel stärker auswirke. „Ein solches Fahrzeug ist für uns nur sinnvoll, wenn Investment und Preis in Einklang zu bringen sind.“
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