08.03.2010 | Redakteur: Andreas Wehner
Die deutschen Hyundai-Händler haben im vergangenen Jahr nicht nur viele Autos verkauft, sondern auch gut Geld verdient. „Bei der Händlerrendite haben wir eine drei vor dem Komma erreicht“, sagte Hyundai-Deutschland-Chef Werner Frey auf dem Genfer Autosalon im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. Trotz des schwachen Jahresbeginns 2010 bleibt der Geschäftsführer bei seiner optimistischen Prognose von 2,9 bis 3 Millionen Einheiten für den deutschen Pkw-Markt.
„Für Hyundai ist der Start etwas holprig verlaufen, aber vom Ergebnis her bin ich ganz zufrieden“, kommentierte Frey den Absatz zum Jahresanfang. Die koreanische Marke verkaufte in den ersten beiden Monaten mit 9.200 Fahrzeugen etwa 43 Prozent weniger Autos als im Ausnahmejahr 2009. Verglichen mit 2008 liegt Hyundai jedoch um 43 Prozent im Plus. Beim Marktanteil ist die Marke mit 2,4 Prozent nach Januar und Februar auf Kurs. Der Importeur möchte 2010 mindestens zwei Prozent erreichen.
Bereits im Januar hatte Frey angekündigt, beim Fahrzeugabsatz 2015 die Grenze von 100.000 Einheiten knacken zu wollen. Neben einer vergrößerten Modellpalette sollen weitere Maßnahmen dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. So will Hyundai Gewerbekunden künftig über spezialisierte Businesscenter ansprechen.
„Seit wir das verkündet haben, haben sich bereits 20 Händler gemeldet, die dabei sein wollen“, so Frey. Ein Ziel, wie viele Businesscenter es künftig geben wird, hat der Geschäftsführer nicht festgeschrieben.
Auch im Gebrauchtwagengeschäft stellt sich der Importeur neu auf. Das bisherige Gebrauchtwagenprogramm sei nicht richtig gelebt worden, erklärte Frey. „Wenn wir wachsen wollen, brauchen wir auch hier mehr Professionalität“, so der Geschäftsführer. Weitere Maßnahmen sollen dazukommen.
Allerdings erwartet Frey auch von den Händlern mehr Einsatz: „Ich verlange von unseren Partnern, dass sie mit uns gehen, um zu einem professionelleren Verkaufen zu kommen.“ Das schließt auch Investitionen ein.
Hyundai hat daher eine neue CI vorgestellt. 50 Händler sind bereits mit neuen Möbeln ausgestattet. Insgesamt will der Importeur den neuen Auftritt jedoch behutsam umsetzen. Wo es Veränderungen gebe oder ein neuer Betrieb entstehe, werde die neue CI eingeführt. „Wir üben aber keinen Zwang aus“, betonte Frey.
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