Suzuki: „Wir haben das Margensystem verbessert“

Interview mit Suzuki-Vertriebs-Chef Thomas Wysocki

12.03.2010 | Autor: Das Gespräch führten Jens Rehberg und Wolfgang Michel

Thomas Wysocki: „Wir sind und bleiben Suzuki.“

Redaktion: Ihr Plan für 2010 waren 35.000 bis 38.000 Einheiten bzw. ein Marktanteil von 1,3 Prozent. Nach den mäßigen Zahlen von Januar und Februar – können Sie das noch erreichen?

Thomas Wysocki: 38.000 Einheiten sind sicherlich sehr sportlich. Es ist auch möglich, dass wir uns aufgrund der derzeitigen Marktsituation eher bei 35.000 einpendeln, dann wären wir auf dem Niveau von 2008.

Was erwarten Sie sich grundsätzlich von der neuen Allianz zwischen VW und Suzuki?

Zunächst mal orientiert sich die Suzuki Motor Corporation (SMC) in Richtung einer Zusammenarbeit im Produktionsbereich. Das wird sicherlich eine Zeitlang dauern, bis man entschieden hat, ob und wie eine gemeinschaftliche Fertigung stattfinden könnte und inwieweit Märkte gemeinschaftlich erschlossen werden können. Momentan gibt es hierzu noch keinen Beschluss. Konkrete Projekte kann SMC bzw. Volkswagen sicherlich frühestens in einem halben Jahr bekannt geben.

Kann man sagen, dass Deutschland vorerst nicht im Fokus dieser Zusammenarbeit stehen wird?

VW hat sicherlich Interesse an ganz anderen Märkten. VW braucht den Einstieg in den indischen und andere asiatische Märkte. Wir andererseits hoffen, von der Zukunftstechnologie von VW profitieren zu können.

Wird denn nichtsdestotrotz bereits angedacht, die Marke Suzuki bei urbanen VW-Händlern als Ergänzungsmarke in Stellung zu bringen?

Wir sind und bleiben Suzuki. Das ist ganz wichtig. In der Tat haben sich aber nach Bekanntgabe der Allianz schon einige VW-Händler bei uns beworben, die glauben, Suzuki könnte zu einem späteren Zeitpunkt mehr als ein Partner von Volkswagen werden. Mit diesen Bewerbern führen wir natürlich Gespräche. Darunter sind zwei sehr interessante Kandidaten aus dem bayerischen Raum.

Demnächst soll es einen neuen Händlervertrag geben. Warum informieren Sie Ihre Partner nicht über Details zum neuen Vetriebsvertrag?

Das liegt daran, dass wir noch auf klare Leitlinien aus Brüssel warten, was die Ausgestaltung des künftigen Vertriebsvertrags angeht. Wir rechnen damit, dass es im Laufe des Aprils endgültige Aussagen dazu geben wird. Wir werden uns noch im März mit dem Händlerverband treffen, um die neuen Konditionen, Standards und Gebietsaufteilungen zu besprechen.

Angeblich soll das neue Bonussystem mehr leistungsbezogene Margenbausteine enthalten als bisher.

Was ich schon sagen kann – wir haben die Grundmarge sogar um ein Prozent erhöht. Insgesamt ist es so, dass wir das neue Margensystem gegenüber dem alten nicht schlechter gestellt haben, sondern ganz im Gegenteil – wir haben es verbessert.

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