Peter-Gruppe entwickelt eigenes Kundenbindungsinstrument

Verantwortungen in der Geschäftsführung klar getrennt

12.03.2010 | Autor: Stephan Richter

Helmut Peter eröffnete das erste Peter-Autohaus 1990 in Nordhausen. Sein Sohn Andreas Peter stieß 2005 als zweiter Geschäftsführer dazu.

Helmut Peter steht im Rampenlicht. Zur Eröffnung des zwanzigsten Betriebs der Autohaus-Peter-Gruppe hat sich der Geschäftsführer die markantesten Worte für den Schluss aufgehoben: „Ich verspreche Ihnen die Zukunft – und das werden wir hier unter Beweis stellen.“ Peter bezieht sich auf den neuen Standort in Northeim. Sein Sohn, Andreas Peter, ist ebenfalls als Geschäftsführer für die Gruppe tätig. Gemeinsam haben die beiden den Betrieb aus einer Planinsolvenz übernommen und innerhalb von 100 Tagen komplett renovieren und umbauen lassen.

Damit gliedert sich der Betrieb in Südniedersachsen in eine lange Reihe von Peter-Standorten ein. Bislang ist das Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern in drei Bundesländern vertreten und hat zwölf Marken im Portfolio. Während der 20-jährigen Unternehmensgeschichte haben Helmut und Andreas Peter insgesamt 24,5 Millionen Euro in ihre Standorte investiert. Hierfür sei ein großes Vertrauen zu den Banken, Mitarbeitern und der Marke Mercedes-Benz vonnöten gewesen, sagt Helmut Peter.

Außerdem gehöre eine große Portion Risikobereitschaft und das Bestreben, fortwährend den Markt zu beobachten, dazu. „Wir überlegen genau, welche unserer Marken für uns sinnvoll sind, und stellen unser Angebot ständig auf den Prüfstand. Einige Entscheidungen nimmt uns zum Teil die wirtschaftliche Lage der Hersteller ab. Es bleibt weiter spannend, was mit den Marken passiert, für die schon das Jahr 2009 schwierig war“, erklärt Andreas Peter.

Doppelt hält besser

Seit 2005 befindet sich die Autohausgruppe unter der doppelten Peter-Führung. 1990 legte Helmut Peter im thüringischen Nordhausen den Grundstein für das Unternehmen. Andreas Peter war damals gerade elf Jahre alt, und sein Vater weckte in ihm langsam die automobile Faszination. „Anfang der Neunziger besuchte ich mein erstes DTM-Rennen. In den darauffolgenden Jahren wuchs mein Interesse am Motorsport stetig weiter“, sagt Andreas Peter. Campieren auf dem Zeltplatz, Abstecher in die Boxengasse und Gespräche mit Rennfahrern waren Höhepunkte dieser Zeit.

Innerhalb von zehn Jahren durchlief Andreas Peter eine konsequente Ausbildung bei Mercedes-Benz. Sie begann mit der Lehre im Autohaus Assenheimer + Mulfinger in Heilbronn. Danach schloss sich ein Training im Assessment-Center für Führungskräfte und Verkäufer von Mercedes-Benz an. Über vier Jahre hinweg war er bei der Taunus-Auto-Verkaufs GmbH in Wiesbaden tätig; zunächst als Nachwuchsverkäufer, später als Assistent der Geschäftsleitung.

Verantwortungen klar geteilt

Nach dieser Zeit kehrte Andreas Peter „zurück nach Hause“, wie er es beschreibt. Der Neustart als Junior-Chef unterlag von Beginn an genauen Absprachen. „Mein Vater und ich klärten vom ersten Tag an unsere jeweiligen Verantwortungsbereiche“, sagt Andreas Peter. Er ist für den Neu- und Gebrauchtwagenvertrieb sowie das Marketing und das Controlling zuständig. Damit verantwortet er alle Verkaufsprozesse sowie das gesamte Verkaufspersonal. Sein Vater übernahm den Service und engagiert sich im politischen und wirtschaftlichen Bereich. Alle Entscheidungen rund um Personal, Bankgeschäfte und Bauangelegenheiten besprechen die beiden miteinander. „Jeder lässt dem anderen seine Bereiche. Das schafft klare Verhältnisse gegenüber Geschäftspartnern und Mitarbeitern“, sagt Helmut Peter. „Auch wenn wir mal unterschiedlicher Meinung sind, gehen wir doch alle Wege gemeinsam.“

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