Autokauf im Ausland kommt für viele in Frage

Papierkrieg schreckt viele ab

21.07.2010 | Redakteur: Andreas Wehner

72 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, ihren Pkw im europäischen Ausland zu kaufen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag der Online-Börse Autoscout 24.

Damit die Deutschen bei der Autosuche auch über die Grenze blicken, sollte das gleiche Fahrzeug deutlich billiger zu haben sein. 65 Prozent würden ein Fahrzeug in der Ferne erstehen, wenn sie mindestens ein Viertel sparen können. Bei einem Preisunterschied von zehn Prozent würden nur noch zwölf Prozent der Befragten in einem anderen Land einkaufen. Ein Unikat oder ein Modell, das es nur anderswo gibt, lockt immerhin noch 31 Prozent über die Grenze.

Trotz der prinzipiellen Bereitschaft gibt es für viele noch Hürden. Nur 32 Prozent sehen keine nennenswerten Probleme beim grenzüberschreitenden Autokauf. Größtes Hindernis ist der Umfrage zufolge der bürokratische Aufwand. 30 Prozent würde der Papierkrieg abhalten, ihr neues Fahrzeug außerhalb Deutschlands zu erwerben.

Informationsdefizit beim Thema Auslandskauf

Die Studie zeigt außerdem, dass beim Thema Autokauf im Ausland noch Aufklärungsbedarf besteht: 72 Prozent der Befragten sind der Meinung, sich nicht gut genug über den Auslandskauf informieren zu können.

Die beliebtesten Länder für den Autokauf - unabhängig von einer finanziellen Ersparnis - sind Österreich, die Schweiz und die Benelux-Staaten. Alle diese Länder kommen für mehr als 60 Prozent der Autokäufer in Frage. würden ihr Fahrzeug dagegen in Polen oder Tschechien erstehen. In den Osten zieht es wenige. Nur zehn Prozent der Befragten würden ihr Fahrzeug in Polen erstehen, nur 15 Prozent in Tschechien.


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