Deutscher Automarkt im Rückwärtsgang

Deutsche Volumenhersteller lassen kräftig Federn

04.06.12 | Autor: Gerd Steiler

(Foto: Archiv)

Der Frühlingsaufschwung am deutschen Automarkt ist vorbei, die Zahl der Pkw-Neuzulassungen geht erstmals seit Monaten wieder zurück. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag in Flensburg mitteilte, kamen im Mai 289.977 fabrikneue Pkw und Kombi in den Verkehr, 4,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Mit knapp 1,34 Millionen Neuzulassungen in den ersten fünf Monaten 2012 ist der Pkw-Markt nur noch hauchzart mit 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Plus.

Der bereits seit längerem rückläufige Privatmarkt blieb auch im Mai schwach. Nach Angaben des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) erreichte er im Mai einen Anteil von noch 38,7 Prozent an allen Neuzulassungen. Vor einem Jahr hatte diese Quote 42,2 Prozent betragen. Bedenklich ist zudem die Zahl der Eigenzulassungen von Herstellern und Händlern. Sie lagen in den ersten vier Monaten 2012 auf der Rekordhöhe von fast 30 Prozent des Gesamtmarktes. „Für den Handel sei das eine zusätzliche Herausforderung in einem sich verschärfenden Wettbewerb um die Kunden“, sagte ein ZDK-Sprecher.

In Reihen der deutschen Autobauer fuhren im Mai lediglich Porsche (+ 12,3 Prozent/2.088) und Audi (+ 5,8 Prozent/25.443) klar im grünen Bereich. Mercedes (- 0,1 Prozent/26.727 109.087) konnte das Ergebnis des Vorjahresmonats knapp behaupten. Mehr oder minder herbe Einbußen mussten dagegen die Daimler-Tochter Smart (- 17,5 Prozent/2.621), Opel (- 11,0 Prozent/23.043), Ford (- 7,5 Prozent/19.746), VW (- 6,9 Prozent/62.964) und BMW/Mini (- 5,3 Prozent/27.786) hinnehmen.

Die meisten Zulassungen unter den Importfabrikaten verbuchte trotz eines leichten Rückgangs Skoda (13.894/- 2,2 Prozent). Auf den Plätzen folgen Renault/Dacia (12.554/- 7,3 Prozent), Hyundai (8.198/ + 4,4 Prozent), Fiat (8.045/- 19.0 Prozent), Peugeot (7.520/- 17,1 Prozent) und Toyota/Lexus (7.147/+ 20,5 Prozent). Die stärksten prozentualen Zuwächse gab es für Honda (+ 52,1 Prozent/2.647) und und Kia (+ 38,7 Prozent/5049). Die größten prozentualen Abschläge verzeichnen Mazda (- 38,8 Prozent/2.066) und und Citroën (- 20,8 Prozent/6.217).

Wachstumsstärkstes Fahrzeug-Segment war einmal mehr das Mini-Segment (+ 16,0 Prozent). Stark nachgefragt wurden zudem Kompakt-Vans (+ 14,6 Prozent), Geländewagen (+ 13,9 Prozent) und Wohnmobile (+ 11,3 Prozent).48,7 Prozent der Neuwagen wurden von einem Dieselmotor angetrieben.


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