Opel: „Zwei Prozent Rendite sind realistisch“

Vertriebschefin Imelda Labbé im Gespräch

05.06.12 | Autor: Andreas Grimm

Opel-Vertriebschefin Imelda Labbbé sieht gute Chancen auf eine Rendite von zwei Prozent im Opel-Handel.
Opel-Vertriebschefin Imelda Labbbé sieht gute Chancen auf eine Rendite von zwei Prozent im Opel-Handel. (Foto: Archiv)

Die Strategie von Opel sieht weiterhin eine enge Partnerschaft mit dem Handel vor. Auch vor der Verkündung der strategischen Neukonzeption nach dem 28. Juni machte Opel-Vertriebschefin Imelda Labbé deutlich, dass der Hersteller nicht im Handel sparen werde. „Das ist nicht Teil unserer Strategie“, sagte Labbé im Rahmen der AMI in Leipzig im Gespräch mit kfz-betrieb ONLINE. Weitere Angaben zu den anstehenden Zukunftsentscheidungen machte sie nicht.

Hintergrund ist der Spagat des Fabrikats zwischen den angekündigten Maßnahmen zur Kostensenkung des Rüsselsheimer Herstellers einerseits und der Notwendigkeit andererseits, die Qualitäts- und Kundenzufriedenheit zu steigern. Diese Einsparungen müssten aus dem Produkt heraus entstehen, so Labbé. Ein zentrales Element des Zukunftsplans werde es sein, die Marke zu stärken und den Vertrieb zu unterstützen. „Wir gehen in diesem Punkt mit dem Handel einher“, verdeutlichte die Vertriebschefin.

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Perspektivisch könne der Handel mit einer höheren Rendite rechnen als die 1,5 Prozent des vergangenen Jahres, die unter dem Branchendurchschnitt gelegen hatte. Zwei Prozent wie die Volumenkonkurrenten Ford und Volkswagen hält Labbé dabei für durchaus realistisch. „Wir wollen partnerschaftlich mit dem Handel die Ertragssituation im Auge behalten und steuern, damit er gesund durch diese Phase geht“, sagte sie.

Dazu beitragen soll die Stabilisierung bzw. Steigerung des Absatzes. Labbé zufolge erreicht Opel im Mai nach vorläufigen Zahlen einen Marktanteil von 7,7 Prozent, nachdem er in den ersten vier Monaten des Jahres kumuliert bei nur etwa 7 Prozent gelegen hatte. „Wir sehen, dass die neuen Produkte jetzt an Fahrt gewinnen“, sagte die Vertriebschefin.

Von den angekündigten weiteren Produktneuheiten wie Astra Stufenheck, Mokka und Adam verspreche sie sich weiterhin viel Potenzial nach oben. Konkrete Absatzplanzahlen wollte sie auf Nachfrage jedoch nicht nennen. Während der Mokka in Leipzig mit einem Einstiegspreis von 18.990 Euro vorgestellt wurde, ist zum Preissystem des Adam noch keine Entscheidung gefallen. Das künftige Einstiegsmodell von Opel werde keinesfalls ein Billigauto, sondern ein wertiger Kleinwagen. Die Kundschaft erwarte „eine Design-Ikone“ und Wettbewerber zum Fiat 500, der eine starke Individualierung zulassen werde.

Weitere Nachrichten von und zur AMI in Leipzig lesen Sie im Online-Dosier AMI 2012.

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